- Die Christengemeinschaft | Michael-Kirche

Gemeindebrief

Die Christengemeinschaft

Gemeinde in Hannover

Ellernstr. 44 · 30175 Hannover

Willkommen. 2

Dank – und Bitte um Geduld. 4

Adressverwaltung neu strukturiert 4

Helfer gesucht 5

Wenn viele Menschen kleine Aufgaben übernehmen…... 5

Vorhaben und Veranstaltungen. 6

Gestalt und Atem des Weiheraumes – Zukunftsbrief 6

Gestaltung des Gemeindegeländes. 8

Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch. 9

Ostern: Weihehandlung bei Sonnenaufgang. 10

Offenes Atelier für Kinder und Erwachsene. 10

Orte der Auferstehung. 11

Ausstellung: Kosmisches Wirken – Menschliches Handeln. 11

Für Kinder 11

Aussäen des Osterweizens und Osterfest – neu gestaltet 11

Mitteilungen. 12

Konfirmation. 12

Wochen-Brief 13

Liebe Mitglieder unserer Gemeinde, liebe Freunde und Interessenten!

Was eigentlich haben Sie für Vorstellungen und Wünsche, vielleicht auch Befürchtungen bei dem Begriff „Gemeinde“ in einem irgendwie zeitgemäßen Sinne und unter dem Namen „Die Christengemeinschaft“?

In den Rückmeldungen auf unseren Fragebogen haben sich einige von Ihnen dazu ausführlich geäußert. Mir scheint es wichtig, darüber ins Gespräch zu kommen, denn der bei uns vorliegende Veränderungs-Bedarf lässt sich weder durch Umbau-Maßnahmen noch durch Finanzmittel allein lösen – so wichtig beides auch sein mag.

Als einen möglichen Auftakt zu solchen Gesprächen möchte ich ein paar Gedanken formulieren, wobei Anregungen von Ihrer Seite schon mit eingeflossen sind.

„Gemeinde“ ist wohl ein Komplex von vertikalen und horizontalen Beziehungen ihrer Mitglieder, wobei meines Erachtens die vertikalen deutlich die ursprünglichen sind: Wir sind nicht eine Gruppe von sich gegenseitig sympathisch findenden Menschen, die sich zum Beten zusammentun, sondern umgekehrt eine gewisse Anzahl von Menschen, die unsere Kultusformen als angemessen erleben und dann sekundär feststellen, dass sie damit nicht alleine sind. Manchmal kann es geradezu schwerfallen anzuerkennen, dass „der Liebe Gott“ diese Anderen wirklich genauso gern hat wie mich … Damit stellt sich neben der religiösen sofort auch eine soziale Aufgabe.

Dann führt das Leben mit dem Kultus offensichtlich früher oder später zu Erkenntnis-Fragen. Daher gehören Vorträge und Gesprächskreise bei uns notwendig zum Programm – nicht als Selbstzweck, sondern letztlich immer, um den Kultus besser zu verstehen.

Weiterhin pflegt der Kultus gründlich ein Verhältnis zu Zeiten und Rhythmen. Das ermöglicht das Feiern von Festen, sowohl jahreszeitliche wie auch biographische, und damit ist eine gute Quelle zum Entstehen sozialer Beziehungen gegeben: Man lernt sich kennen, schätzen und – ertragen. So entsteht ein Raum zum Leben. Leben mit Inhalten, die den Beteiligten etwas bedeuten, und mit Menschen, denen dasselbe wichtig ist. Die Mühen, die wie in allen Alltags-Prozessen nötig sind, werden hoffentlich (meistens) mehr als aufgewogen durch die Freude, die dabei entsteht. Ich hatte vor Jahren einmal Menschen zu besuchen, an deren Haustür ein Schild stand: „Hier leben, lieben und streiten die (Müllers).“

Kultus – Erkenntnis – Feiern – Leben – Freude: Das kann ein Weg sein.

Die Lebensprozesse, in denen wir stehen, unterscheiden sich grundlegend durch die jeweiligen Lebensalter: Kinder, Jugendliche, Adoleszente, Eltern, Berufstätige, Senioren brauchen völlig unterschiedliche Milieus. Ein gesunder Organismus wird Allen bieten, was sie suchen; davon sind wir recht weit entfernt.

Ein zentrales Element fehlt noch im Zusammenhang mit der dritten Hauptaufgabe der Priester neben Kultus und Lehre: Seelsorge. Zwischen der irdischen Existenz des Menschen und der Wirklichkeit dessen, was im Sakrament sich schenken will, liegt ein Abgrund, der Abgrund zwischen Himmel und Erde. Der Kultus will eine Brücke über diesen Abgrund bauen. Eine solche Brücke braucht zwei Widerlager, auf jeder Seite eines. Die Fähigkeit zum jenseitigen dürfen wir der geistigen Welt getrost zutrauen; die diesseitige zu bauen, braucht eine Fähigkeit, die man jedenfalls wohl nicht in der Schule lernt, von den Eltern auch kaum. Der Sinn aller Seelsorge, die sich zur Beichte verdichten kann, liegt darin, die Aufnahmefähigkeit der Weihehandlung zu erlernen. Eine wahrhaftig große Kunst.

Überraschenderweise entsteht an dieser Stelle eine zusätzliche soziale Qualität. Rudolf Steiner, dem wir ja die Existenz der Christengemeinschaft verdanken, bezeichnet das manchmal mit den Worten, dass Christus der Herr des Schicksals wird. Gemeint ist: Dass jeder Einzelne irgendwie irgendwann die Verantwortung für seine Taten und deren Folgen zu übernehmen hat, ist in der Weltgeschichte nichts Neues. Schon in den mosaischen Geboten ist das veranlagt, insofern pflegte man früher gelegentlich Moses den Herrn des Schicksals zu nennen. Der Übergang besteht nun darin, dass heute Christus diese Fäden knüpft, und zwar so, dass nicht nur für den Einzelnen sich fügt, was jeweils nötig ist, sondern so, dass daraus für die Gesamtheit Aller das größtmögliche Heil entsteht. Die individuelle Bindung des Einzelnen an Ihn bildet unmittelbar Gemeinschaft! („Wo immer zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, ...)

An einer Stelle ist Steiner noch deutlicher (Vortrag vom 11. September 1910 im Band 123, „Das Matthäus-Evangelium“): In alttestamentlicher Zeit entstand das „auserwählte Volk“ so, dass seine irdische Ordnung durch Abstammung ein Abbild der Ordnung am Himmel, des Tierkreises darstellt. Heute geht es darum, dass durch die freie Christus-Beziehung Einzelner ein Zusammenfinden von Menschen zu einer „Gemeinde“ entsteht, und zwar so, dass diese Gemeinde ein Abbild der Ordnung im Himmel darstellt.

Das ist vielleicht das letzte Ziel, das sich der Gemeinde der Christengemeinschaft in Hannover stellt: Ein Abbild himmlischer Ordnung zu werden! Was bedeutet das für den Einzelnen? Wie kann jeder „seinen Platz“ im Ganzen finden?

Mit solcherlei Gedanken und Bildern scheint mir ein ungeheuer spannendes Feld bezeichnet, das Feld, in dem wir stehen. Das Feld, wo in vielen, vielen Jahren Entwicklungsprozesse begonnen wurden, wo vieles Große gelebt wurde, wo manches Unvollkommene auf Weiterentwicklung wartet. Hier in Gespräche zu gehen, kann Wege öffnen. Pfarrer können mit ihrer beruflichen Tätigkeit von Kultus, Lehre und Seelsorge natürlich manches tun, sie prägen wesentlich die Stimmung der Gemeinde mit (insbesondere durch ihr Zusammenwirken), aber das eigentliche ist doch das Leben selbst, das Leben der Mitglieder dieser Gemeinde, also Ihres.

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich, Ihr

Adressverwaltung neu strukturiert

Zwischen den Jahren hat Niklas Scheiwe zusammen mit seinem Vater Reiner Scheiwe in zeitaufwändiger Kleinarbeit unsere Adressverwaltung neu strukturiert. Durch verschiedene Faktoren aus früheren Jahren gab es manche Unstimmigkeiten, und Niklas Scheiwe hat uns kostenlos ein Programm geschrieben, mit dem die Verwaltung nun wesentlich einfacher zu handhaben und erheblich weniger fehleranfällig ist. Die neue Adressdatei hat aber noch „Kinderkrankheiten“. Wir bitten um Geduld, falls Sie diesen Gemeindebrief versehentlich zweimal bekommen – bitte geben Sie einfach bei uns Pfarrern oder im Gemeindebüro Bescheid. Sollten Sie von jemandem hören, dass dort keine Post oder Mail angekommen ist, wären wir ebenfalls dankbar, dies zu erfahren, um den Missstand schnell beheben können.

Niklas und Reiner Scheiwe möchten wir sehr herzlichen danken, dass sie mit nicht geringem Arbeitsaufwand die Adressdatei entwirrt und neu angelegt haben!

Felicia Holland • Jochen Butenholz • Claudio Holland

Wenn viele Menschen kleine Aufgaben übernehmen…

...dann ist die Arbeit für jeden Einzelnen leicht zu schaffen. Es fallen viele Aufgaben in der Gemeinde an, die – jede für sich genommen – durchaus überschaubar sind: Briefe schreiben, eintüten, frankieren und zur Post bringen; Gemeindeprogramme vom Copy-Shop abholen, eintüten, versandfertig machen; den Garten pflegen; die Gebäude sauber halten; die Gewänder der Pfarrer und Ministranten reinigen und bügeln; in der Sakristei die notwendigen Dinge bereitstellen (Brot backen, Kohle und Weihrauch nachfüllen); in der Kirche die Kerzen pflegen; aktuelle Informationen auf die Internetseite bringen; Kultusmusik machen; Glühbirnen wechseln…

Für manche Aufgaben scheint es uns sinnvoll, Menschen gegen Bezahlung einzustellen: Finanzverwaltung, Gemeindeverwaltung, Gebäudereinigung, Hausmeistertätigkeiten.

Bei vielen Aufgaben engagieren sich Menschen ehrenamtlich.

In folgenden Bereichen wären wir sehr froh über Menschen, die dort mitarbeiten möchten:

  • im Gemeindegarten – hier gibt es Menschen, die dort bereits tätig sind und zeigen können, was zu tun ist
  • die Programme und Gemeindebriefe aus der Druckerei abholen, eventuell alternativ im Gemeindebüro drucken und falten (wenn genügend Menschen diese Arbeit machen möchten), ca. 4 mal im Jahr
  • beim Postversand der Programme und Gemeindebriefe, ca. 4 mal im Jahr (auch hier gibt es Menschen, die dort diese Arbeit tun und neue Helfer einweisen können)
  • die Seitenleuchter in der Kirche müssen regelmäßig (in der dunklen Jahreshälfte etwa einmal in der Woche) kontrolliert und ggf. von Wachsresten befreit werden.
  • in der Sakristei: Wer kann gelegentlich, gern im Wechsel mit anderen, die Gewänder bügeln und bei Bedarf waschen? Das ist in der Regel einmal pro Woche nötig und gut zu leisten, wenn es mehrere machen.

Für einige dieser Arbeiten haben wir Menschen eingestellt und bezahlen sie von Ihren Beiträgen, vieles machen die Pfarrer neben ihrer Tätigkeit in der Seelsorge, im Kultus und im Umgang mit den Sakramenten, anderes wird von Ihnen, den freiwilligen Helfern in der Gemeinde geleistet.

Ehrenamtliche Arbeit hat nicht nur den schönen Nebeneffekt, dass dadurch Kosten gespart werden, sondern es hat auch etwas Befriedigendes, wenn man gemeinsam etwas geschafft hat und dabei in menschliche Begegnungen kommt, die das Leben bereichern.

Wenn Sie sich vorstellen können, an irgendeiner Stelle mitzuarbeiten, sei es gelegentlich oder regelmäßig, dann wenden Sie sich bitte an einen der Gemeinderäte oder an die Pfarrer.

Der Gemeinderat

Gestalt und Atem des Weiheraumes – Zukunftsbrief

Unser Brief zur Zukunft der Gemeinde, den wir im Advent versandt haben, hat ein sehr viel reichhaltigeres Echo hervorgerufen, als wir zu hoffen gewagt hatten. Bis Drucklegung haben wir insgesamt 175 Rückmeldungen auf unseren Zukunftsbrief erhalten.

Häufig erhielten wir die Rückmeldung, dass es als transparent erlebt wurde, wie wir die Themen und Probleme zu benennen versucht haben. Ent­spre­chend offen und persönlich haben wir Ihre schriftlichen und mündlichen Voten erlebt. Einzelne haben es als schmerzlich empfunden, dass in dem Brief auch die schwierigen Seiten unserer Vergangenheit angesprochen wurden. Das geschah nicht aus mangelndem Respekt vor dem Geleisteten, sondern mit der Intention, die Probleme möglichst klar zu benennen, um sie überwinden zu können.

Für Ihr großes Engagement, das sich in den vielen Voten mit z.T. ausführlichen Briefen und vielen eigenen Gedanken und Anregungen zeigt, möchten wir uns sehr herzlich bei Ihnen allen bedanken! So ist ein erstes vielfarbiges Bild entstanden, in dem sowohl eine breite Zustimmung zu den skizzierten Überlegungen zum Ausdruck kommt, als auch andere, ergänzende Ideen, bis hin zu Kritik und Ablehnung jeglicher Umgestaltung. Wir haben nicht die Illusion, es „allen recht“ machen zu können, ebenso wenig, wie der Bau in seiner jetzigen Gestalt es allen recht macht. Unser Anliegen ist es, mit Ihnen im Austausch zu sein, damit der Umgestaltungsprozess gesund verlaufen kann und wir zu einem Ergebnis finden, das einem vielgestaltigen, breit gefächerten Gemeindeleben dient und den Kultus als zentralen Teil dieses Lebens in den Mittelpunkt stellt. Nicht zuletzt haben wir als Gemeinderat die Verantwortung, langfristig eine Situation zu schaffen, die auch wirtschaftlich tragbar ist.

Einzelne, die schon lange keinen Kontakt mehr zur Gemeinde hatten, haben die Gelegenheit genutzt, uns zu bitten, keine weitere Post zu erhalten. Wenn man diese abzieht, kann man die Voten in einer Auswertung fol­gen­der­ma­ßen zusammenfassen:

9 % sehen keinen Anlass, am Kirchenbau etwas zu verändern.

9 % finden die Vorschläge nicht plausibel und machen z.T. andere Vorschläge (davon 6 %: den Gemeindesaal als Kirche umzubauen und die Kirche zu verkaufen, 2 %: der Musikhochschule unsere Kirche und unser Gemeindehaus im Tausch anzubieten gegen das Gebäude in der Plathnerstraße, das bis 1992 unser Gemeindehaus und unsere Kirche war).

14 % äußern kein Votum (z.B. Mitglieder in den Filialgemeinden oder Menschen, die aus Altersgründen die Gestaltung der Zukunft den Jüngeren überlassen möchten).

69 % begrüßen eine Umgestaltung der Kirche, so dass dort auch alle Gemeinderäume Platz haben.

11 % haben um ein Gespräch gebeten, was teilweise schon stattfinden konnte.

9 % haben den Antwortbrief zum Anlass genommen, uns mitzuteilen, dass sie sich nach längerer Distanz wieder der Gemeinde annähern möchten.

48 % haben angekündigt, ihren regelmäßigen Beitrag zu erhöhen bzw. einen Beitrag einzurichten. Wenn alle Ankündigungen umgesetzt sind, wird das in Summe für den laufenden Haushalt pro Jahr zusätzlich gut 29.000,00 Euro bedeuten. Dieses Ergebnis ist deutlich höher, als wir zu hoffen gewagt hätten, und wir sind außerordentlich dankbar, dass aus so vielen kleineren und größeren Beiträgen diese Summe zustande kommt!

Diese finanziellen Zusagen stehen zwar nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit einem möglichen Bauvorhaben, aber sie spiegeln uns auf der Willensebene wider, dass es in der Gemeinde eine große Zustimmung zum Aufbruch und zur Umwandlung gibt. Die Erhöhung bedeutet für uns zwar eine Entspannung im laufenden Haushalt, heißt aber nicht, dass wir uns zurücklehnen dürfen, denn umso wichtiger ist es, dass wir andere Gemeinden stützen, die in vergangenen Jahren unsere Defizite mitgetragen haben, als es uns schlechter ging.

Im Zukunfts-Brief haben wir erwähnt, dass das Honorar für das Architekturbüro Tietz&Tietz durch eine zweckgebundene Spende gedeckt ist. Wir wurden nach der Höhe dieser Planungskosten gefragt: Vereinbart sind 15.500,- Euro zzgl. Spesen (die Spende beträgt mehr als das Doppelte, so dass für die Gemeinde keine zusätzlichen Kosten entstehen). Neben mehreren Entwürfen, Treffen mit dem Gestaltungskreis und der Gemeinde, Raumkonzept-Planungen bis hin zu Materialbestimmungen, ist darin am Ende ein Kirchenraum-Modell im Maßstab 1:100 enthalten. Wer sich ein wenig auskennt mit den üblichen Kosten für eine Bauplanung, der weiß, dass diese Summe gemessen am Aufwand nicht sehr hoch ist.

Fast alle Überlegungen, die Sie uns in Ihren Briefen zur Verfügung gestellt haben (Akustik verbessern, elektronische Sprechanlage, Gemeinderäume in die Kirche, Kirche verkaufen oder abreißen, Saal als Kirche umbauen, zurück in die Plathnerstraße), hatten wir im Gestaltungskreis in der frühen Phase unserer Arbeit schon bewegt. Auch wenn wir manche davon aus ver­schie­de­nen Gründen nicht weiterverfolgt haben, so war es doch gut zu sehen, dass wir keinen wichtigen Aspekt vollkommen übersehen hatten.

Das Gemeindeforum, das für den 7. Februar geplant war, haben wir verschoben. Denn wir wollten auf keinen Fall eine Situation eintreten lassen, in der coronabedingt viele Menschen zu Hause bleiben, die eigentlich gerne vor Ort an dem Entwicklungsprozess teilnehmen möchten. Dass dann an diesem Wochenende der Schnee kam, der ein Treffen ohnehin nahezu unmöglich gemacht hätte, ahnten wir da noch nicht.

Nach der ersten leisen Enttäuschung, das Gemeindeforum verschieben zu müssen, haben wir diese „Verspätung“ genutzt, um die Veranstaltung nicht einfach nur nachzuholen. Stattdessen wollen wir, nach gründlicher Vorbereitung, an Pfingsten eine ausführlichere Begegnung mit einem längeren Workshop am Samstag gestalten und die Ergebnisse dieser Arbeit dann am Pfingstsonntag nach der Weihehandlung und Sonntagshandlung in einem Gemeindeforum präsentieren.

Bitte merken Sie sich den Termin schon vor, zu dem wir im nächsten Gemeindebrief ausführlich einladen werden:

Samstag, 22. Mai, 10:00-17:00 Uhr: Menschenweihehandlung und anschließender Workshop für Erwachsene, parallel Aktivitäten mit den Kindern

Sonntag, 23. Mai, nach der Menschenweihehandlung und Sonntagshandlung: Imbiss und Präsentation der Ergebnisse des Vortages

Der Gestaltungskreis und der Gemeinderat

Gestaltung des Gemeindegeländes

Vor einem Jahr haben wir Spenden gesammelt für eine Schaukel auf dem Gemeindegelände. Die erforderliche Summe ist zusammengekommen, und am liebsten würden wir sie nun im Frühjahr endlich bauen. Da im Gestaltungskreis, der sich mit einer möglichen Umgestaltung der Kirche beschäftigt, auch die Gestaltung des Geländes um die Kirche herum noch in Arbeit ist, haben wir die Umsetzung aber noch einmal aufgeschoben, damit wir nicht ein oder zwei Jahre später die Schaukel wieder abbauen und umsetzen müssen, was viel Arbeit wäre. Die Schaukel ist also keinesfalls vergessen, sie muss sich nun noch etwas gedulden.

Der Gemeinderat

Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch

Wort, Farbe, Klang

in Begegnung mit Impulsen aus Gegenwart und Zukunft

Freitag, 12. März

19.30 Uhr   Die Tür zur Welt geht jetzt nach innen auf. (Rosemarie Bünsow)
Impulsreferat Angelika Remlinger; Gespräch.
Künstlerische Begegnung mit den Anwesenden
(Angelika Remlinger, Andreas Krennerich, Thomas Reuter)

Samstag, 13. März

11.15 Uhr   WORT, FARBE, KLANG I
Bildbetrachtung, Hörerfahrungen: gemeinsames Üben
(bis 12:45 Uhr)

15.00 Uhr   WORT, FARBE, KLANG II
Die Polarität des Tastsinns – Übung und Gespräch mit Felicia Holland.
Hören, Sprechen, Tönen – Vorbereitung des Konzertes mit jo.FEUERBACH

                   Pause

19.00 Uhr   Konzert jo.FEUERBACH
Angelika Remlinger (Kassel) – Stimme
Andreas Krennerich (Stuttgart) – Saxophone
Thomas Reuter (Hannover) – Klavier, Stimme
Mitwirkung von Anwesenden!

20.00 Uhr   Gespräch

Sonntag, 14. März

10.00 Uhr   Die Menschenweihehandlung (Musik jo.FEUERBACH)

                   Café

11.30 Uhr   WORT, FARBE, KLANG III
Erwarte alles, fürchte nichts!  Matinee (bis 12.45 Uhr)

In Zeiten des Umbruchs stellt sich uns die Frage nach den eigenen Möglichkeiten, Veränderung zu bewirken. Aber wie kann Mitgestaltung des Einzelnen gelingen, wenn wir von außen vorgegebenen Regeln und Beschränkungen folgen müssen?

Von Joseph Beuys ist die Aussage bekannt: „Die Ursache liegt in der Zukunft.“ In der Begegnung mit Wort, Farbe und Klang wollen wir das Aufspüren von Zukunftsimpulsen erüben, nicht zuletzt in uns selbst. Bildbetrachtung, Hörerfahrung und weitere Übungen, offenes Gespräch und Konzert eröffnen Räume, in denen Wandlung im Einzelnen und Gestaltung in der Gemeinschaft gelingen kann.

Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden.

Ostern: Weihehandlung bei Sonnenaufgang

Was wir schon im vorigen Jahr geplant hatten, aber wegen des Lockdowns dann nicht in die Tat umsetzen konnten, möchten wir nun am Ostersonntag, den 4. April, neu aufgreifen:

In vielen Gemeinden ist es üblich – früher auch in Hannover –, dass am Ostermorgen bei aufgehender Sonne eine frühe Menschenweihehandlung gefeiert wird. Die Überwindung der Dunkelheit nach der bedrückenden Zeit der Passion kann als Qualität in besonderer Weise erlebt werden, wenn wir uns um 6:30 Uhr vor dem Altar versammeln. Sie alle sind herzlich willkommen.

Da nicht jeder die Möglichkeit hat, so früh zur Kirche zu kommen, wird wie gewohnt auch um 10:00 Uhr die Menschenweihehandlung gefeiert.

Einen weiteren Impuls, der im vergangenen Jahr nur in Form eines umfangreicheren Rundbriefes mit Evangelienstellen für jeden Tag verwirklicht werden konnte, möchten wir in diesem Jahr gern in der Kirche mit Ihnen leben: Nach einer intensiven Karwoche mit täglicher Weihehandlung und einer Reihe von Abendpredigten kommt das Ziel dieser Woche, die Osterzeit, oft etwas zu kurz. Um diesen zweiten wichtigen Schritt zu intensivieren, möchten wir in der anschließenden Osterwoche ebenfalls täglich die Menschenweihehandlung um 10:00 Uhr feiern mit einer täglich wechselnden Evangelienlesung. Auch wer nicht an der Weihehandlung teilnehmen kann oder möchte, mag vielleicht in diesen Tagen mit den genannten Texten leben.

Felicia Holland • Jochen Butenholz • Claudio Holland

Offenes Atelier für Kinder und Erwachsene

Was am 10. Januar wegen der geltenden Beschränkungen nicht stattfinden konnte, hoffe ich nun am Sonntag, den 18. April nach der Menschenweihehandlung und Sonntagshandlung nachholen zu können. Es wird wie damals gedacht ein offener Raum sein für alle, die künstlerisch praktisch tätig werden wollen, mit oder ohne Vorkenntnisse. Jeder ist im Rahmen der Platzmöglichkeiten und unter Einhaltung der gültigen Hygiene- und Abstandsregeln herzlich eingeladen, mitzumachen.

Felicia Holland

Orte der Auferstehung

Jedes Jahr aufs Neue, wenn die Auferstehung verkündet wird, mag man sich fragen: Wohin soll ich denn schauen? Wo findet das statt? Die Ostergebete der Weihehandlung weisen auf zwei ganz verschiedene Gebiete hin: einerseits die Lufthülle der Erde, der Atem der Erde, andererseits der Lebenspuls des von der Auferstehungsfreude ergriffenen Menschen. Diesen beiden Hinweisen möchte ich im Vortrag am 22. April nachgehen – mit dem Ziel, vielleicht wieder einmal ein bisschen besser Ostern zu verstehen.

Jochen Butenholz

Ausstellung: Kosmisches Wirken – Menschliches Handeln

Helga Wilbrandt, geboren 1951 in Bad Suderode/Harz, aufgewachsen in West-Berlin, seit 1957 regelmäßige Aufenthalte bei einer norwegischen „Pflegefamilie“. Nach der Schulzeit Ausbildung und Tätigkeit zur praktisch-kaufmännischen Arzthelferin. Heirat und Geburt zweier Kinder, Ausbildung als Weberin. Ab 1986 Hausleitung in einer sozialtherapeutischen Lebensgemeinschaft für erwachsene Menschen mit Hilfebedarf in Hessen. Ab 1996 Aufbau und Hausleitung in der Sozialtherapeutischen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Gut Adolphshof in Lehrte-Hämelerwald. 2002 bis 2006 berufsbegleitendes Studium der Kunsttherapie an der Ita-Wegman-Bildungsstätte in Weimar. Ab 2007 Berufstätigkeit weiterhin als Sozialtherapeutin, zusätzlich Kunsttherapie und Malkurse im Adolphshof. 2012 Umzug nach Hessen in den vorgezogenen Ruhestand.

„Meine Bilder entstehen meistens in einem ergebnisoffenen Malprozess aus der Farbe heraus, diese leitet zur Form. Ich möchte den Betrachter zu eigenen, ganz individuellen Gedanken und Empfindungen anregen.“

Seit 2007 verschiedene Einzelausstellungen in sozialtherapeutischen Einrichtungen, Kirchengemeinden sowie Gemeinschaftsausstellungen in Norddeutschland und Hessen.

Helga Wilbrandt

Aussäen des Osterweizens und Osterfest – neu gestaltet

Im vorigen Jahr fiel das Aussäen des Osterweizens, das wir neu gestalten wollten, in die Zeit des Lockdown. In diesem Jahr greifen wir den Impuls wieder auf und hoffen, dass es diesmal möglich sein wird. Hier noch mal zur Er­innerung, wie es gedacht ist:

Am Sonntag, den 21. März, werden wir um 11:45 Uhr im Anschluss an die Familienandacht (bzw. hoffentlich wieder die Sonntagshandlung) in der Kirche den Osterweizen aussäen. Wir bitten darum, dass diesmal jedes Kind dazu einen eigenen Topf mit Erde mitbringt!

Am Ostersonntag, den 4. April, findet dann ebenfalls im Anschluss an die Sonntagshandlung (bzw. Familienandacht) um 11:45 Uhr das Osterfest statt. Hier bitten wir, dass jedes Kind seinen Topf mit der gekeimten Saat wieder mitbringt. Lasst Euch und lassen Sie sich überraschen, wie wir das Fest dieses Mal feiern werden.

Claudio Holland • Jochen Butenholz • Felicia Holland

Konfirmation

Mehr noch als bei der vorjährigen Gruppe haben die Corona-Einschränkungen die Konfirmations-Vorbereitung der diesjährigen Gruppe massiv beeinträchtigt. Über längere Zeit war gar kein Konfirmanden-Unterricht möglich, über andere Zeiten gab es aus berechtigter Sorge von Kindern und/oder Eltern nur Treffen mit unvollständiger Gruppe. Dazu darf die Sonntagshandlung für die Kinder – die viel mehr als der sogenannte Unterricht die eigentliche Vorbereitung auf die Konfirmation ausmacht – seit Monaten nicht stattfinden, wird durch die auch sehr schöne, aber viel weniger unmittelbare Form der Familienandacht ersetzt. Irgendeine Art von Konfirmanden-Freizeit ist bis auf weiteres ausgeschlossen. Das alles hat dazu geführt, dass ein echtes Gruppen-Erlebnis noch nicht zustande gekommen ist.

Nun haben die Eltern, auch wenn noch völlig unklar ist, wie sich alles weiter entwickeln wird, einstimmig beschlossen, bei dem ins Auge gefassten Termin 2. Mai für die Konfirmation zu bleiben. Auch die Vorbereitung am Vortag durch den konfirmierenden Lenker Joachim Paulus wird wie üblich stattfinden.

Ob bei diesem großen Fest die Gemeinde teilnehmen darf, steht in den Sternen, ebenfalls ob es zu einem abendlichen gemeinsamen Tagesabschluss kommen kann. Deutlich ist bei allen Unsicherheiten nur eines: Die Kinder freuen sich auf diesen Tag. Und dann wird alles andere auch gut werden.

Etwas Neues ist für Sonntag, den 7. März, geplant: Im Rahmen eines Gemeinde-Cafés sollen Konfirmanden und Gemeinde sich gegenseitig vorstellen. Es scheint mir angemessen, dass die Gemeinde „ihre“ Konfirmanden wenigstens in diesem Rahmen einmal wahrnimmt, und als Ausgleich tut es Allen gut, wenn solche Art von Vorstellung gegenseitig ist. Dass die sonst übliche Verpflegung wahrscheinlich etwas schmaler ausfällt, sollte das Unternehmen nicht wesentlich beeinträchtigen.

Jochen Butenholz

Wochen-Brief

Ich möchte gerne noch einmal an etwas erinnern, was nicht überall an­ge­kom­men ist: Seit fast einem Jahr verschicken wir zu jedem Wochenende per Mail einen Wochenbrief, auf neudeutsch meinetwegen auch Newsletter genannt, an alle, die das haben möchten. Der Brief enthält jeweils aktuelle Daten und Informationen, das Evangelium der Woche und einen predigtartigen Beitrag dazu. Bei Bedarf melden Sie sich bitte im Gemeindebüro unter
nadine.werner@christengemeinschaft.org. Gedruckte Exemplare liegen auch in der Kirche aus.

Jochen Butenholz