- Die Christengemeinschaft | Michael-Kirche

Gemeindebrief

Editorial

Vorhaben und Veranstaltungen

Für Kinder

Editorial


Liebe Gemeinde,

aus dem kreativen Punkt heraus, der im Denken ansetzt, gestaltend tätig zu werden, war ein Grundgedanke des Künstlers Joseph Beuys. Er verwendete auch gern den Satz „Jeder Mensch ist ein Künstler“; in dem Sinne, dass Kunst nicht einfach etwas ist, was man sich ins Wohnzimmer hängt, sondern eine Kraft des Menschen ist, aus der heraus er die Gesellschaft mitgestaltet, an der Stelle, an der er im Leben und Beruf steht, was im Gedanken anfängt.

Eine Voraussetzung für das Gestalten aus dem kreativen Punkt heraus ist ein entsprechender Freiraum, der einem vom Umfeld ermöglicht werden muss. Wenn man einfach „zu funktionieren“ und die gestellten Aufgaben „zu erfüllen“ hat und als Mensch im Prinzip „beliebig austauschbar“ ist, entsteht vermutlich zwar eine Sehnsucht nach Verhältnissen, in denen man aus dem kreativen Punkt heraus tätig werden kann, aber es ist nur schwer zu realisieren, man fühlt sich schnell im berühmten Hamsterrad. Leicht ist gesagt, der betroffene Mensch sei einfach zu schwach, sich seinen Freiraum zu nehmen, seinen kreativen Punkt innerhalb der gegeben Rahmenbedingungen zu ergreifen. Dem Aspekt kann man natürlich auch eine Berechtigung abgewinnen, da die äußeren Umstände besonders durch Menschen verwandelt werden, die wach werden für den kreativen Punkt und es sich zur Aufgabe machen, die Verhältnisse so umzugestalten, dass es möglich wird, aus sich heraus wirken zu können. Dennoch wird schnell deutlich, dass der Erfolg einer angestrebten Umgestaltung maßgeblich vom Verständnis der betroffenen Menschen des Umfelds abhängt. Die notwendigen Freiräume müssen wir uns offensichtlich gegenseitig zugestehen. Es ist eine hohe menschliche Qualität, die man sich zugesteht, denn es berührt den Menschen, der aus sich selbst heraus schöpferisch wirksam werden will, und damit betrifft es den freien Willen des Einzelnen im Verhältnis zur Gemeinschaft und Gesellschaft.

Die Gedanken von Joseph Beuys kommen mir sehr entgegen bei der Frage, was ein Gemeindeleben ausmacht. Mich bewegt immer wieder der Gedanken, dass das Gemeindeleben ein Möglichkeitsfeld sein könnte, dass den kreativ-künstlerischen Menschen anregt: die Gemeinde also als einen Ort zu betrachten, an dem man den kreativen Punkt finden und ausprobieren kann. Konkret denke ich dabei an Räume, Materialien und Werkzeuge, die zur Verfügung stehen, um kreativ-künstlerisch tätig zu werden, sei es bildhauerisch, malerisch, musikalisch, sprachlich oder wie auch immer, dass es eine Art Werkstattangebot gibt, möglichst ohne vorgegebenen Rahmen, denn wenn die Dinge beweglich bleiben, dürften sie wandlungsfähig sein. In den Gemeinderäumen kann ich mir gut eine Art Werkstattangebot vorstellen, zu dem man nach Belieben ein und ausgehen kann, die Türen für Interessierte und Neugierige offen stehen und es sich ins kulturelle Stadtleben eingliedert.

In Vorfreude auf einen weiteren Ideenaustausch

Arnold Lansing

 

Vorhaben und Veranstaltungen


Einladung zum Konfirmiertentreffen (besonders der 1960er Jahre – 1992)

Liebe Konfirmierte, nun ist es bereits das 11. Mal, dass eine Einladung an die in Hannover Konfirmierten gesandt wird. Es sind aber auch alle eingeladen, die überhaupt ein Interesse an solch einem Zusammentreffen bzw. an unserem diesjährigen Thema haben, das auf Wunsch der Teilnehmer im vergangenen Jahr entstand. 

Programm:

Freitag, 08.09.2017, 20 Uhr

Schuld – Freiheit – Vergebung

Einleitender Vortrag von Claudio Holland

Samstag, 09.09.2017

9:00 Uhr:            Menschenweihehandlung

11:15 Uhr:         Vorstellungsrunde, Einleitung und Gespräch zum Thema

13:00 Uhr:         Mittagessen (wahrscheinlich im Gemeindehaus)

15:00 Uhr:         Kleine künstlerische Betätigung. Anschließend Gespräche zum Thema

Pausen nach Bedarf sind jederzeit möglich.

Gegen 18:00 Uhr:           Abendessen im Gemeindehaus, anschließend bei Bedarf Fortsetzung des Gesprächs.

Spätestens 21:00 Uhr:   Kultischer Abschluss in der Kirche

Sonntag, 10.09.2017, 10:00 Uhr

Die Menschenweihehandlung, anschließend Ausklang und Vorblick

Aufruf zur neuen Konfirmandengruppe für die Konfirmation 2019

Für Kinder, die in diesem Schuljahr in die 7. Klasse gehen und im Jahr 2019 konfirmiert werden wollen (also mit etwa 14 Jahren), beginnt der Konfirmandenunterricht am 24. September 2017. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf oder melden Ihr Kind bitte an. Eine Woche vor Beginn der Konfirmandenzeit wird es ein Treffen mit den Eltern geben. Es dient zum Kennenlernen, Treffen einiger Vereinbarungen, zur Abstimmung der Konfirmandenunterrichtstermine (bitte bringen Sie dazu Ihren Kalender mit) und Darstellung der Unterrichtsstruktur. Fragen, Anregungen und dergleichen sind willkommen. Sie können auch an dem Treffen teilnehmen, falls Sie alles erst unverbindlich kennenlernen möchten.

Erste Termine:

17.9.:    Elterntreffen, 11:30 – 13:00 Uhr (nach der Sonntagshandlung)

24.9.:    1. Konfirmandentag, 11:00 – 15:30 Uhr

22.10.: 2. Konfirmandentag, 11:00 – 15:30 Uhr

12.11.:  3. Konfirmandentag, 11:00 – 15:30 Uhr

10.12.:  4. Konfirmandentag, 11:00 – 15:30 Uhr

Arnold Lansing

Ora et labora – gesellige Arbeit in Haus und Garten

Einmal im Jahr findet unter dem Motto „Ora et labora“ ein Samstag in unserer Gemeinde statt, wo viele Menschen gemeinsam alles schön machen: die Kirche grundreinigen, den Garten für den Herbst herrichten – kurz: wo nach der morgendlichen Menschenweihehandlung (ora) zusammen gearbeitet und aufgeräumt wird (labora). Zu all dem gehört, dass wir immer auch zusammen essen (gusto). Was auf den ersten Blick nach lästiger Pflicht und unvermeidlichem Putztag klingt, ist erfahrungsgemäß immer ein geselliges Ereignis, nach dem man befriedigt nach Hause geht. Seien Sie am Samstag, den 16. September, 9:00 – 15:00 Uhr willkommen zum Orare und Laborare und zum Schlemmen nach eigenem Gusto. Es wird für alle gekocht, und Getränke stehen ebenfalls bereit.

Leben mit den Ungeborenen  Filmabend und Tagung mit dem Waldorfkindergartenseminar  

Die Kultur im Umgang mit Sterbenden und Verstorbenen ist ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens in der Christengemeinschaft. Dass wir über die unmittelbare Trauer hinaus durch das Tor des Todes die Verbindung zu diesen Seelen pflegen, ist nicht nur für die Verstorbenen wichtig, sondern bereichert zugleich auch unser Leben hier auf der Erde.  Ein anderer Strom von Seelen ist vom Tor der Geburt her mit uns verbunden: Die Ungeborenen, die Kinder, die erst kommen wollen, machen sich zu uns auf den Weg. Diese Seelen sind im Bewusstsein ihrer eigenen Eltern und Großeltern vielleicht präsent, aber wenig im allgemeinen Bewusstsein. Für unser Leben hier auf der Erde sind sie aber ebenso wichtig, denn sie sind unsere Verbindung zur Zukunft.  Aus solchen Überlegungen entstand der Impuls, den Ungeborenen, auch den ankommenden Kindern, aber auch denen, die sich auf den Weg zur Erde machen und sehr früh wieder gehen, einmal besondere Aufmerksamkeit zu widmen, vielleicht sogar eine regelmäßige Kultur in unserer Gemeinde anzulegen. Dieser Impuls begegnete dem Wunsch des Waldorfkindergartenseminars Hannover, dieses Thema in die Waldorferzieherausbildung einzugliedern.

Als Auftakt zeigen wir am Donnerstag, den 14. September um 19:00 Uhr den Film „Mein kleines Kind“ (Dauer 88 Minuten). Die Hannoveraner Hebamme und Filmemacherin Katja Baumgarten hat darin dokumentiert, wie sie selbst schwanger war mit einem Kind, von dem früh bekannt war, dass es eine schwere Behinderung haben und nicht für längere Zeit lebensfähig sein würde. Schnell bekam sie aus allen Richtungen den Rat, dieses Kind abzutreiben. Sie entschied sich für das Kind, stand daraufhin mit 3 Kindern allein da und fand schließlich einen Freund, eine Ärztin und eine Hebamme, die sie während der Geburt begleiteten, so dass dieses Kind für ein kurzes Erdenleben zur Welt kommen konnte. Katja Baumgarten wird an dem Abend anwesend sein, und im Anschluss haben wir die Möglichkeit zum Gespräch mit ihr.  Ort: Gemeindesaal der Christengemeinschaft, Ellernstr. 44 Eintritt: 8,–  Euro (ermäßigt 5,– Euro)

Am Freitag, den 29. September, von 17:30 – 21:30 Uhr bieten wir im Rahmen des Fachseminars in Zusammenarbeit mit dem Waldorfkindergartenseminar Hannover in unserer Gemeinde einen öffentlichen Abend an unter dem Titel „Was bringen die Kinder zu uns mit – was wird dadurch in uns wachgerufen?“. Wir wenden uns damit insbesondere an junge oder werdende Eltern; ebenso an Paare, die vergeblich auf ein Kind hoffen; an Eltern, die ein Kind angenommen haben; an Eltern, die vielleicht ein Kind verloren oder auch abgetrieben haben; aber auch Paten oder Menschen, die mit kleinen Kindern zu tun haben oder sich einfach angesprochen fühlen von der Frage nach dem Leben dieser Kinder vor und während ihrer Geburt. An diesem Abend wird in einer ersten Einheit in das Thema einführen und in einer zweiten Einheit soll es ein Rundgespräch geben. Wenn sich zeigt, dass ein Bedarf nach Fortsetzung in der Gemeinde besteht, können wir gern im neuen Jahr das Thema aufgreifen und vertiefen.  Ort: Gemeindesaal der Christengemeinschaft, Ellernstr. 44  Eintritt frei, Spenden erbeten 

Wenn die Neugeborenen schließlich in eine Spielgruppe, einen Kindergarten oder später dann in die Schule kommen, haben sie schon einen Weg hinter sich, der länger ist als der kurze Weg, den sie hier auf der Erde gegangen sind. Für Menschen, die beruflich als Erzieher oder Lehrer mit diesen Altersgruppen zu tun haben, bieten wir am Samstag, den 30. September von 8:30 – 16:00 Uhr ein Fach-Seminar zur Vertiefung des Themas an. Alle Details dazu (Zeiten, Themen der Arbeitsgruppen, Preis) werden dem Faltblatt zu entnehmen sein, das noch ausgelegt wird.  Ort: Waldorfkindergartenseminar, Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 70 b, vorherige Anmeldung dort über info@waldorfkindergartenseminar-hannover.de

Claudio Holland

Hannoverscher Philosoph, politischer Märtyrer 

Theodor Lessing (1872 in Hannover geboren, 1933 in Marienbad ermordet) war ein wichtiger Denker und verantwortlicher Zeitzeuge. Unter seinem Elternhaus und der Schule (seinen „zwei Höllen“) litt er sehr, und es grenzt an ein Wunder, dass er ein derart selbständiger Mensch wurde. Sein Leiden an der Schule war einer der Antriebe, die natürliche Wissbegier anstelle der gymnasialen Zucht zu fördern; so wurde der Hochschulprofessor zum Initiator der hannoverschen Volkshochschule. Nicht nur als Jude, sondern auch weil er den Schutz öffentlich anprangerte, den die Polizei ihrem Spitzel Fritz Haarmann gewährte, und weil er sich kurz darauf scharf gegen die Wahl von Hindenburg aussprach, wurde er zur Hassfigur für deutsche Rechtsradikale und fiel Nationalsozialisten im tschechischen Marienbad zum Opfer. Lessing war ungemein vielseitig interessiert: eine Schrift gegen den Lärm in der modernen Welt ist noch heute mit Vergnügen zu lesen! Auf einen geselligen Nachmittag über Lessing am 2. Oktober um 15:30 Uhr freuen sich Regina und Frank Hörtreiter

Im Spannungsfeld der Digitalisierung

Nach der Silvesterpredigt (Menschheit im digitalen Umbruch), kam der Wunsch auf, die Thematik zu vertiefen. Die drei angekündigten Gemeindeveranstaltungen sollen dazu anregen aus weiteren Blickrichtungen in einen anregenden Austausch zu kommen.

Jeweils um 20:00 Uhr:

19.10.  Im Spannungsfeld der Digitalisierung

2.11.    Religiosität im digitalen Zeitalter

16.11.  Vom Alpha zum Omega – Gottesmensch durch Weltbejahung

Arnold Lansing

Farbschattenphänomene im Experiment

Nach der Veranstaltung des letzten Jahres „Wirkung von Farben in der Atmosphäre und im kultischen Bild“ wollen wir als Fortsetzung die Farbschattenphänomene der Goetheschen Farbenlehre im Experiment zur Anschauung bringen.

Arnold Lansing

Für Kinder


Michaelifest

In diesem Jahr soll unser Michaeli-Fest nicht in den Ferien liegen, wo viele verreist sind, deshalb findet es etwas später statt am Sonntag den 22. Oktober. Im Anschluss an die Sonntagshandlung sind wieder alle Kinder und Erwachsenen ab 11:45 Uhr dazu eingeladen. Es gibt kleinere und größere Mutproben zu bestehen, in der Dunkelheit etwas finden, übers Seil laufen, auf dem Ambos glühendes Eisen zu schmieden und zwischendurch die Möglichkeit, sich mit einer Erntesuppe zu stärken. Zum Schluss kommen wir alle vor der Michael-Statue im Eingangsbereich der Kirche zusammen, singen, hören dort eine Geschichte und tragen auf der Waage zusammen, was geschmiedet und gefunden wurde. Gegen 14:00 Uhr endet unser Fest. 

Martins-Spiel – Probentermine für die Kinder

In diesem Jahr soll es wieder ein Martinsspiel geben, an dem größere und kleinere Kinder (ab drei Jahren) mitwirken können. Die Anzahl ist so variabel wie die Zahl der Ritter und Engel.

Probentermine für die Kinder sind jeweils am Samstag, 10:00 – 11:30 Uhr:

21. Oktober

4. November

11. November

Die Aufführung findet im Rahmen unseres Martins-Basars statt am Sonntag, den 12. November um 17:00 Uhr.

Regina Hörtreiter   0511 – 807 45 02

Hirtenspiel am Heiligen Abend – Probentermine für die Kinder

In den Wochen vor Weihnachten wird wieder das Hirtenspiel mit allen Kindern eingeübt, die dort gern mitmachen möchten. Die Kleineren spielen vielleicht ein Schaf, oder Ochs und Esel, die noch keinen Text sagen müssen, die Größeren trauen sich schon zu, einen Engel oder Hirten zu spielen, im Chor oder sogar einzelne Zeilen allein sprechen. Wer leihweise etwas zu den Kostümen beisteuern kann, darf das gern mitbringen.

Die Proben finden jeweils 10:30 – 12:30 Uhr in der Kirche statt am:

Sonntag, 3. Dezember

Samstag, 9. Dezember

Samstag, 16. Dezember

Samstag, 23. Dezember

Die Aufführung in der Stunde der Hirten findet wie im letzten Jahr in der Kirche statt, wie immer am 24. Dezember, am Heiligen Abend. Diesmal wieder zur gewohnten Zeit um 16:00 Uhr.