- Die Christengemeinschaft | Michael-Kirche

Gemeindebrief

Editorial

Vorhaben und Veranstaltungen

Für Kinder

Editorial


Liebe Gemeinde,

seit Juli freuen wir uns als Familie über die Geburt unseres Sohnes. Es ist ein wunderbares Geschenk, einen neuen Erdenbürger zu empfangen, zu erleben und zu ahnen was er mitbringt. Im Familienleben erfahren wir, dass kaum etwas so bleibt, wie es zuvor war und dass wir uns auf die neuen Verhältnisse einstellen und neu zusammenfinden müssen. Für die familiäre Neufindung habe ich die gute Gelegenheit gehabt, drei Monate Elternzeit zu nehmen. Meine Kollegen Claudio Holland und Frank Hörtreiter und weitere Personen haben mir diese Zeit ermöglicht: Herzlichen Dank dafür! Aber auch einige aus der Gemeinde haben in der Zeit auf meine Tätigkeit verzichten müssen, also auch Ihnen vielen Dank für Ihre Geduld und Ihren Verzicht! Als Familie hat uns die Zeit sehr gut getan, wir wachsen tatsächlich auf eine neue Art zusammen und haben den Eindruck, dass es vollständiger wird.

In den drei Monaten Elternzeit habe ich den Fokus meiner Aufmerksamkeit nicht auf dem Gemeindeleben gehabt, mit dem Effekt, dass ich nochmals mit Abstand neu darauf geschaut habe. Dadurch ist mir sehr viel bewusster in den Blick geraten, was vorher auch schon deutlich war, was aber immer wieder durch die konkrete Tätigkeit in den Hintergrund trat: Die Frage nach der Zukunftsfähigkeit des Gemeindelebens. Für jeden, der in gewisser Regelmäßigkeit am Gemeindeleben teilnimmt, ist es unmittelbar greifbar, dass zum Großteil das Wahrnehmen der Veranstaltungen und das Engagement bei den Gemeindeaufgaben von der Generation getragen wird, die sich im Ruhestand befindet. Ich will damit keineswegs etwas gegen unsere älteren Menschen sagen: Die gemeinsame Arbeit mit ihnen erlebe ich als wirklich bereichernd, und die Kraft, die aus dem jahrelangen Leben mit der Menschenweihehandlung fließt, ist bewundernswert! Ich will hiermit auch nichts über diejenigen gesagt haben, die sich fern halten, sondern will es einfach nur als Beobachtung hinstellen, ohne Wertung. Denn ich gehe davon aus, dass es seine guten Gründe hat, warum sich das Gemeindeleben so darstellt. Mit diesem Phänomen haben ja auch viele andere Gemeinschaften, Personengruppen und Vereine zu tun; es ist also nichts Außergewöhnliches. Deutlich wahrzunehmen ist jedenfalls, dass der Widerhall des Gemeindelebens bei den Familien, der arbeitenden Bevölkerung und der Jugend gering ist und sich die Frage stellt, wer es zukünftig tragen will. Ich will damit nicht prognostizieren, dass die Christengemeinschaft an ihr Ende kommt, ich sehe aber, dass die Verhältnisse, unter denen wir Christengemeinschaft leben, einer Veränderung oder Erweiterung bedürfen. Was für das Gemeindeleben einmal selbstverständlich war, stellt sich nunmehr zunehmend in Frage, jedenfalls, wenn die Frage mitschwingt, wer es weiter tragen will und unter welchen Umständen. Sehr greifbar wird dies vom finanziellen Standpunkt aus. Mir ist klar, dass das Finanzielle nicht unser Ansatzpunkt ist, aber es zeigt sich daran schon, ob gesunder oder ungesunder Boden vorhanden ist, auf dem ein Gemeindeleben gedeihen kann. Der Gemeindehaushalt zeigt jedenfalls deutlich, dass es schwierig ist, den großzügig angelegten Gemeindekomplex zu finanzieren. Die Nutzung oder die „Auslastung“ des Gemeindekomplexes steht zunehmend zur Frage. Eine Veränderung der Raumnutzung beziehungsweise eine mögliche Umfunktionierung des Gemeindehauses würde bestimmt in das Grundgefühl des bestehenden Gemeindelebens eingreifen und an so manch Liebgewonnenes rütteln und es wird vermutlich noch kräftiger rütteln, wenn wir uns an die Frage nach den Nutzungsmöglichkeiten der Kirche herantrauen. Was ebenfalls kräftig rütteln wird, ist die Frage nach einer Nebenberuflichkeit der Pfarrer. Das sind alles keine neuen Fragen, aber es fängt an, dass es nicht mehr bei den Fragen bleibt, sondern das in einigen, auch deutschen, Gemeinden gehandelt werden muss und Pfarrer tatsächlich Nebenberufe annehmen. Als Gemeinde Hannover sind wir im Grunde auch schon mittendrin: Der Verkauf des Hauses in der Kolbergstraße und die Reduzierung der Pfarrerstellen von drei auf zwei, was Dank der weiteren Tätigkeit von Frank Hörtreiter nicht so ins Gewicht fällt, ist ja Teil dieser Entwicklung.

Bei mir jedenfalls rüttelte es ganz ordentlich im Gefühlsleben, als ich aus der Elternzeit zurückkam und mir dies nochmals kräftig vor Augen stand. Ich sehe durchaus nicht schwarz, denn wo etwas in Erschütterung gerät, will etwas kommen. So finden wir es in der Adventsperikope (Lk. 21, 25-36) und so haben wir es auch in unserer kleinen Familie durch die Geburt unseres Sohnes nochmals erlebt: Das Eingespielte, Vertraute, was Bestand hatte, wurde durchrüttelt, ob wir es wollten oder nicht, es war und ist einfach so und wir waren und sind dazu aufgefordert, uns neu zu finden. Dafür haben wir aber eine absolute Bereicherung erfahren, eben unsern Sohn! Ich gehe davon aus, dass es sich mit der Zukunftsfähigkeit des Gemeindelebens ähnlich verhält, dass es rüttelt und schüttelt, weil etwas kommen will, etwas, das die Christengemeinschaft bereichern will, worauf wir uns freuen dürfen, auch wenn es nicht unbedingt leicht sein wird, aber wir dürfen Geburtshelfer sein! Um dieser Herausforderung gerecht werden zu können, wollen wir, beginnend mit diesem Gemeindeprogramm, „Zukunftsgespräche“ führen, in denen wir zusammen mit Ihnen in einen Gedanken- und Ideenaustausch kommen wollen, mit dem Ziel, den Wandel wahrzunehmen, Anhaltspunkte zu finden ihn wirksam werden zu lassen und zu versuchen, das Gemeindeleben aus den aktuellen Bedingungen und Bedürfnissen heraus zu gestalten. Des Weiteren haben wir in diesem Programm das Angebot über den geläufigen Donnerstagabend hinaus weiter ausgeweitet, um auch an anderen Tagen eine Anknüpfung an die inhaltliche Seite beziehungsweise an den seelisch-geistigen Impuls der Christengemeinschaft zu ermöglichen.

Es grüßt Sie

Arnold Lansing

Vorhaben und Veranstaltungen


Abendmahl sitzend am Platz empfangen

Manchem ist es nicht möglich, zum Abendmahl nach vorn an die Stufe zu kommen und dort zu stehen – sei es generell aus Altersgründen oder auch nur vorübergehend wegen Krankheit oder Schwäche. Für diese Situation gibt es eine sehr einfache Abhilfe: Sie setzen sich in die erste oder (falls Sie eine Stuhllehne als Stütze vor sich benötigen) in die zweite Reihe, dann aber bitte nahe am Gang, und wir Priester kommen auf Wunsch mit Brot und Kelch zu Ihnen an den Platz. Da wir niemanden nötigen möchten, ist es uns eine Hilfe, wenn Sie uns Ihren Wunsch wissen lassen – entweder bitten Sie jemand anderen, uns vor der Weihehandlung in der Sakristei kurz Bescheid zu geben, oder Sie heben leicht die Hand in dem Moment, wo wir vom Altar kommen, um das Abendmahl auszuteilen. Einzelne Menschen sprachen uns an, dass sie sich scheuen, weil Sie niemandem Umstände machen möchten. Sie dürfen wissen: Es gehört zu den schönsten Aufgaben, die wir Priester haben, mit Ihnen allen Sakramente zu vollziehen – nirgendwo machen Sie uns weniger Umstände, als wenn Sie uns um genau dieses bitten.

Arnold Lansing • Claudio Holland • Frank Hörtreiter 

Gestalt und Atem unseres Weiheraumes ab Weihnachten

Am 27. Oktober waren Sie alle eingeladen, im Gespräch mögliche Änderungen in der Raumgestalt unserer Kirche zu bewegen. Es wurde noch einmal ins Bewusstsein gehoben, dass jeder kleinste Einfluss, der sonst nebensächlich ist, im Kultus viel leichter als gravierend oder gar störend empfunden werden kann. So kann die scheinbar banale Veränderung der Sitzordnung in der Kirche dem einen eine Verbesserung sein, dem anderen ein störender Eingriff in das Gewohnte. Wir trafen uns, um diesen unterschiedlichen Blickwinkeln Rechnung zu tragen. Zu Beginn des Abends erkundeten wir mit einfachen Wahrnehmungsübungen, wie sich ein Raum anfühlt, je nachdem, wie wir uns im Raum verteilen. Im anschließenden Gespräch gab es Äußerungen, dass es manchem fremd ist, in der Mitte, sozusagen „konfrontativ“ vor dem Altar zu sein, andere erlebten dies als Erweiterung und Befreiung gegenüber der bisherigen Wahlmöglichkeit zwischen rechts und links. Bei den Übungen im Raum kam von mehreren Menschen die Anregung, zusätzlich zu einer entstehenden Mitte die Stuhlreihen in einem angedeuteten Bogen um den Altar zu neigen, um das Erlebnis zu verstärken, dass wir nicht als „Zuschauer“ vor dem Altar versammelt sind, sondern als Gemeinschaft miteinander vollziehen, was dort geschieht. Die überraschende Entdeckung war: die Wände des Kirchenschiffes laufen radial auf den Altar zu und legen diese Radiusform nahe.

Es waren Menschen ganz verschiedener Grundstimmung vertreten: solche, die zum Ausdruck brachten, dass ihnen die bisher gepflegte Form lieb geworden ist, und auch solche, die eine Veränderung in diesem Bereich sehr begrüßen würden. In diesem Gegenüber kam ein sehr offener, einander zugewandter Austausch zustande. Jeder wurde gehört und konnte so auch anderen wirklich zuhören.

Eine weitere Frage kam von Eltern, die mit sonntags ihren Kindern kommen: ob die Sonntagshandlung wieder vor dem großen Altar stattfinden könnte. Dass sie zuletzt an dem kleinen Seitenaltar gefeiert wurde, war aus der Wahrnehmung entstanden, dass manche Kinder sich vor dem großen Altarbild, unten vor der Stufe sehr weit vom Altar entfernt, manchmal etwas verloren fühlten im großen Kirchenraum. Der Seitenaltar bot da mehr Nähe und Hülle. Durch die Möglichkeit, dass die Bänke auf der breiten Stufe nahe vor dem Altar stehen würden, und dass die Kinder nicht

mehr durch einen langen Mittelgang frontal auf das große Bild zugehen, sondern sich leicht von der Seite dem Altar nähern würden, entstand ein anderes Bild. Die Anregung, die Stühle hinter den Kindern im leichten Bogen zu stellen, verstärkte sich das Bild, dass man als Kind dort vorne geborgen sein würde.

Schließlich kamen wir zu folgendem gemeinsamen Bild:

Ab Weihnachten

• werden die Stühle in drei Feldern (Mitte und Seitenflügel) angeordnet sein,

• werden insgesamt weniger Stühle stehen, so dass zwischen den Stühlen etwas mehr Platz und dadurch mehr Atem im gesamten Weiheraum bleibt,

• werden die Stuhlreihen im leichten Bogen stehen.

• Die Sonntagshandlung für die Kinder wird wieder vor dem großen Altar stattfinden. Die Bänke, auf denen die Kinder sitzen, werden auf der breiten Stufe vor dem Altar stehen, so dass sie nicht von weit unten, sondern nah an dem Geschehen teilnehmen. (Der kleine Seitenaltar, der für fast zwei Jahre der Ort der Sonntagshandlung war, wird wieder abgebaut.)

Die Veränderung der Stühle soll vorerst ein halbes Jahr so bleiben. Dazu eine wichtige Empfehlung und Bitte an Sie alle:

Auch wenn die Versuchung groß ist, sofort beim ersten Eindruck dazu Meinungen zu äußern und auszutauschen, sollten wir uns eine Art „Diät“ auferlegen und einige Wochen die neuen Verhältnisse still wahrnehmen und auf uns wirken lassen. Ausgesprochene Meinungen haben oft die Eigenart, dass sie den Sprechenden vorzeitig selbst festlegen und es erschweren, sich später von dieser ersten Meinung wieder zu lösen. Am Donnerstag, dem 1. Juni, werden wir Gelegenheit haben, uns in einem weiteren Gemeindeforum offen darüber auszutauschen.

Arnold Lansing • Claudio Holland

Informationsabende über die Christengemeinschaft

Nachdem wir im letzten Jahr eine Reihe von Informationsabenden angeboten hatten, kam mehrfach die Nachfrage, ob es diese Möglichkeit wieder geben kann. Diesmal soll für die einzelnen Sakramente noch mehr Raum sein, dafür werden wir anderes knapper zusammenfassen. Über die Priesterweihe wird es am 2. März einen eigenen Abend geben.

Wieder ist jeder herzlich willkommen – unabhängig davon, ob die Christengemeinschaft für Sie noch ganz neu oder lange vertraut ist. Bitte bringen Sie alle offenen und kritischen Fragen zu „Religion“, „Kirche“ und „Christentum“ mit. Wir treffen uns jeweils am Dienstagabend um 20:00 Uhr im Gemeindehaus in der Ellernstr. 44.

Folgende Themenbereiche werden wir ansprechen:

 

10.1. Wie kam es zur Gründung der Christengemeinschaft?

17.1. Taufe – Sonntagshandlung (Kindergottesdienst) – Konfirmation

31.1. Menschenweihehandlung (Abendmahl) – neue Beichte (Beziehung zum Schicksal)

14.2. Rituale beim Sterben – Wozu sakramentale Trauung?

 

Selbstverständlich ist es möglich, nur an einzelnen Abenden teilzunehmen. Um die Teilnehmerzahl abschätzen zu können, wenden Sie sich bei Interesse bitte nach Möglichkeit vorher an die Pfarrer Arnold Lansing oder Claudio Holland.

Zukunfts-Gespräch mit den Eltern

Liebe Eltern,

gelegentlich oder regelmäßig kommen Sie mit Ihren Vorschul- oder Schulkindern in unsere Gemeinde – oder vielleicht lesen Sie diese Zeilen, obwohl Sie auch selten oder gar nicht kommen. Vielleicht werden Sie sich fragen: „Worüber sollte ich da sprechen?“ – Entweder: „Ich komme doch sowieso gerne“, oder: „Was soll ich zu einem Gespräch beitragen über etwas, an dem ich selbst kaum oder gar nicht beteiligt bin?“

Unser Anliegen ist es, gerade aus diesen ganz unterschiedlichen Perspektiven von Ihnen zu hören, wie Sie die Angebote und Möglichkeiten wahrnehmen, die es hier für Kinder gibt – und welche vielleicht auch fehlen. Welche Wünsche würden Sie aufschreiben, wenn Sie ein weißes Blatt bekommen? Was erleben Sie als gelungen und hilfreich, was stellt sich Ihnen in den Weg?

Wir Pfarrer haben selbst Vorschul- und Schulkinder und kennen aus eigener Erfahrung die vielen Einflüsse, die einem die Teilnahme an manchen Angeboten für Kinder erschweren oder auch erleichtern. Aus diesen konkreten Wahrnehmungen sind für unser Gemeindeleben schon einige Impulse entstanden: Die Kinder werden vor der Sonntagshandlung im Vorraum der Kirche mit einer kurzen Einstimmung empfangen; während der Sonntagshandlung dürfen sie sitzen; bei Gemeindefesten werden besondere Aktivitäten für Kinder angeboten.

Wenn Sie neugierig geworden sind und Lust haben, am Sonntag, dem 26. Februar, nach der Sonntagshandlung ab ca. 11:30 Uhr mit anderen Eltern und uns Pfarrern darüber ins Gespräch zu kommen, sind Sie herzlich willkommen. Bringen Sie gern auch interessierte Menschen mit, die bisher vielleicht nur von uns gehört haben.

Damit Sie auch wirklich teilnehmen können, auch wenn Sie erfreulicherweise Ihre Kinder mitbringen, bieten wir während der Zeit eine Kinderbetreuung an.

Arnold Lansing • Claudio Holland 

Ein Werdender werden –  Vorbereitung auf die Priesterweihe in Hamburg

Am Samstag und Sonntag, 4. und 5. Februar um 10:00 Uhr, werden nach längerer Zeit wieder Priesterweihen in der Gemeinde Hamburg-Mitte (Johnsallee 15/17) stattfinden – also in erreichbarer Nähe für uns Hannoveraner. Die räumliche Nähe möchten wir zum Anlass nehmen, am Donnerstag, den 2. März, 20:00 Uhr in Vorbereitung auf dieses besondere Ereignis in der Gemeinde über die Priesterweihe zu sprechen. Wer Gelegenheit hat, eine Priesterweihe mitzuerleben, der kann von einem besonderen „Blickwinkel“ aus erleben, was das Wesen der Christengemeinschaft ist.

Claudio Holland

Die Christengemeinschaft im Nationalsozialismus

Als ich letztjährig einen ähnlichen Vortrag hier in Hannover hielt, konnten viele nicht anwesend sein. So wurde ich gefragt, ob er nicht wiederholt werden könne. Das ist insofern möglich, als ich inzwischen Neues gefunden habe. Doch das Grundproblem bleibt: die Christengemeinschaft ist im Nationalsozialismus unterdrückt und letztlich verboten worden. Aber stand sie dadurch schon von Anfang an „auf der richtigen Seite“? Selbstverständlich gab es in ihr auch überzeugte Nazis – zumindest als Mitglieder. Doch ihre Pfarrer waren wohl klug geworden durch die Gefahren, denen schon Rudolf Steiner durch rechtsradikale Schlägertrupps ausgesetzt war. Trotzdem finden sich bei Rittelmeyer sehr enthusiastische Hymnen auf das „Deutschtum“, gehörte aber zu den unbeugsamsten Gegnern, wenn es um den Ausschluss von Juden aus den Gemeinden ging. Im Rahmen einer entstehenden Studie möchte ich dieses Thema in den Zusammenhang der anderen anthroposophischen Arbeitsfelder stellen.

Frank Hörtreiter

Für Kinder


Die Sonntagshandlung für die Kinder im Sitzen

Immer wieder haben Kinder, die gerne zur Sonntagshandlung gehen, ihren Eltern gegenüber geäußert, dass sie es schwer haben, während der ganzen Handlung zu stehen. Es gab Erlebnisse, durch die Größe und Höhe des Raumes aus sich heraus gezogen zu werden. Wir sind auf diese Wahrnehmung eingegangen und haben es seit den Herbstferien so eingerichtet, dass den Kindern das Miterleben der Sonntagshandlung erleichtert wird:

• Bei Beginn bleiben zunächst alle Kinder sitzen.

• Sie erheben sich auf ein Zeichen des Priesters, bevor sie das Gebet sprechen.

• Während der Priester zu jedem Kind geht und ihm die Hand gibt, bleibt jeweils die Reihe stehen, durch die er gerade geht, die übrigen sitzen.

• Beim Evangelium stehen sie wie alle Erwachsenen, die hinter den Kindern sitzen und sich dazu erheben.

• Danach setzen sich die Kinder gleichzeitig mit den Erwachsenen und bleiben bis zum Ende der Sonntagshandlung sitzen.

Die Kinder haben sich schnell an diese neue Form gewöhnt und können seither noch besser der Handlung folgen, ohne Sorge, dass sie das Stehen nicht durchhalten.

Dass die Sonntagshandlung ab Weihnachten wieder vorne vor dem großen Altar stattfinden wird, können Sie im Artikel oben lesen.

Arnold Lansing • Claudio Holland

Die Weihnachtshandlung für die Kinder

Im vergangenen Jahr haben wir auf die „Weihnachtshandlung für die Kinder“ hingewiesen. Diese besondere kultische Feier, die nur ein einziges Mal im Jahr jeweils am 25. Dezember gefeiert wird, ist vollkommen anders gestaltet als die „Sonntagshandlung“ und strahlt eine herausgehobene Festlichkeit aus. Der geistige Inhalt des Weihnachtsfestes wird dort in so eindrücklich tiefer, schlichter Weise zum Ausdruck gebracht, dass es nicht nur für die Eltern von Schulkindern, sondern für alle Erwachsenen ein besonderes Fest ist. Seien Sie herzlich eingeladen!

Wie gewohnt beginnt die Weihnachtshandlung mit einer kurzen Einstimmung um 11:05 Uhr. Am 1. Januar, wenn sich dann alle Kinder vom Silvesterabend erholen, findet keine Sonntagshandlung statt.

Arnold Lansing • Claudio Holland