Weihnachten 2008
Epiphanias - Passion 2009

Gemeindebrief

Editorial | Was lange währt... | Mitteilung aus der Verwaltung | Hilfe | SonntagskaffeeLebendiger Adventskalender | WeihnachtsgesprächeArbeitskreis am Dienstag | Sternenfreunde | Theatersport-Schnupperkurs | Die letzten 3 Beethoven-KlaviersonatenGlückel von Hameln und Viktor Frankl | Ministrantentreffen | Ein Fest der BegegnungPerformance | Esoterisches Christentum (III)Die Mühle als WandlungsbildElternabend | Ferienlager 2009Eine Million Unterschriften? ELIANT | Rezensionen


I have a dream..........

Mit diesen Worten drückt Martin Luther-King seine Hoffnung aus, dass in der Zukunft in seiner Heimat einmal seine "Kinder", die Farbigen, als gleichwertige Menschen angesehen würden. Mit der Wahl eines Farbigen zum Präsidenten der USA scheint dieser Traum in Erfüllung zu gehen. Viele fragen sich, ob B. Obama die Möglichkeit, die Absicht und den Willen hat, ihn vollends Wirklichkeit werden zu lassen. Kann er die Lebensbedingungen, die für die Weißen bestehen, auch für die farbigen Bürger der USA schaffen?

Weihnachten ist ein Fest der Träume. Kinder träumen von ihren Wünschen, die Erwachsenen von einer besseren Welt, davon, dass ihr Leben gesund und ihre Zukunft gesichert sein mögen. Dies kann sich ganz konkret auf die äußere Wirklichkeit beziehen, oder ausweiten auf meine Existenz über dieses Erdenleben hinaus und die Zukunft der ganzen Schöpfung. Mit Weihnachten tritt wieder die Geburt des Menschen, der zum Träger des Christus wurde, in unser Bewusstsein und bedeutet uns selber Träger des Christus zu sein.

Die Menschen, die den Weg des Jesus Christus zu bereiten hatten, träumten und bewahrten, was sie daraus verstehen konnten in ihren Herzen. Sie waren bereit neue Wege zu gehen, sich auf ungewohnte Aufgaben einzulassen und schwere Prüfungen auf sich zu nehmen.
Was werden wir träumen und verstehen? Möge seine Kraft in uns wachsen, damit ein Traum in Erfüllung geht.


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Was lange währt..........

kann sich jetzt gut sehen und hören lassen.
Nach insgesamt fünf Jahren intensiver Bedenk-, Planungs- und Ausführungszeit haben wir in diesem Sommer die Renovierungsarbeiten in unserer Michael-Kirche beenden können. Unser Ziel, den für das gesprochene Wort störend langen Nachhall erheblich zu reduzieren, wurde durch Einbau einer akustisch wirksamen Decke und Auskleidung der Westkonchen erreicht.

Die Nachhallzeit entspricht heute etwa dem bei der Planung der Kirche angestrebten, für Sprache und Musik gleichermaßen geeigneten Wert. Dabei ist es unserem Architekten, Herrn Georg Martens, großartig gelungen, die ursprüngliche Deckengestalt mit ihren Faltungen und Wölbungen weitgehend nachzubilden.

Um die zum Altar hin gesprochenen Worte bestmöglich in den Kirchenraum zu reflektieren, haben wir mit umfangreichen akustischen Versuchen und Messungen die geeignete Neigung für das Retabel ermittelt.

Parallel zu diesen Arbeiten wurde in der Gemeinde ein Konzept für die zwangsläufig erforderliche neue Farbgestaltung des gesamten Kirchenraumes erarbeitet. Im Sommer 2007 haben fünf Künstler unter der Leitung von Frau Friederike Lögters aus Dornach und aufmerksamer Beobachtung interessierter Gemeindemitglieder dieses Konzept verwirklicht. Nach kompletter Austrocknung der Farben konnten in diesem Sommer auch die Arbeiten im Altarbereich abgeschlossen werden.
Unseren herzlichen Dank sagen wir allen Menschen, die dieses Werk mit Rat und Tat sowie zweckgebundenen Spenden ermöglicht haben. Jeder interessierte Besucher aus Nah und Fern ist uns herzlich willkommen.

Für den Baukreis und Gemeinderat
Friedlieb Häckermann und Rudolf Kreutz


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Mitteilung aus der Verwaltung

Die Bemühungen um einen Ausgleich von Einnahmen und Ausgaben in unserem Gemeindehaushalt hat den Gemeinderat nach ausführlichen Erwägungen zu der schmerzlichen Entscheidung geführt, die Aufgabenzuordnung für die bezahlten und ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die Pfarrer neu zu bedenken. Mit den meisten vertraglichen Mitarbeitern konnten wir eine Reduzierung des Arbeitsumfanges und damit des Entgelts vereinbaren.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Beteiligten nochmals ausdrücklich für die Gesprächsbereitschaft und das entgegengebrachte Verständnis für die Situation der Gemeinde bedanken. Im Zuge dieser Veränderungen werden gegenwärtig auch die Arbeitsabläufe in der Verwaltung umstrukturiert. Daraus können sich auch in nächster Zukunft noch weitere Veränderungen ergeben.
Für die Besetzung des Büros gilt zur Zeit:

Mo 15.00 - 17.00 Uhr Frau Semmler
Di 09.00 - 11.00 Uhr Frau Gruschka
Mi 09.00 - 11.00 Uhr Frau Gruschka
Do 09.00 - 11.00 Uhr Frau Jung
Fr 15.00 - 17.00 Uhr Frau Semmler

Bitte haben Sie Verständnis, dass das Büro mit der jetzt knappen personellen Besetzung grundsätzlich nur noch zu den vorgenannten Zeiten erreichbar ist. Im Rahmen der Möglichkeiten können mit den Verwaltungsmitarbeiterinnen aber auch gerne andere Zeiten für Ihre Anliegen verabredet werden.
Für die Buchhaltung sind Frau Gruschka und Frau Jung zuständig.
Für die Darlehensverwaltung ist Frau Jung verantwortlich.
Um die Adresspflege der Gemeindekartei und die Barkasse kümmert sich Frau Semmler.

Zum 31. August 2008 hat Herr Ralf Hilgraf seine Arbeit als Hausmeister für die Gemeinde beendet. Es ergab sich, dass persönliche Gründe seinerseits und die Situation der Gemeinde zusammenkamen und eine einvernehmliche Lösung ermöglichten. Für seine jahrelange tatkräftige Mitarbeit sind wir ihm von Herzen dankbar.

Zum 31. Dezember 2008 wird Frau Bartig-Friedlein ihre langjährige Arbeit in und für unsere Gemeinde beenden. Als Sakristanin sorgte sie vornehmlich für die Gewänder der Ministranten und Pfarrer und alle kultischen Gerätschaften. Die Ordnung und Sauberkeit in der Kirche und der Sakristei waren ihr ein Herzensanliegen. Für diese Arbeit hat sie unser aller Anerkennung verdient; wir möchten ihr auch an dieser Stelle unseren ganz herzlichen Dank sagen. Leider war es ihr nicht möglich in reduziertem Umfang ihre Tätigkeit für die Gemeinde über den Jahreswechsel hinaus fortzuführen und ein entsprechendes Angebot von der Gemeinde anzunehmen. Wir wünschen ihr für die Zukunft, dass sie möglichst bald eine neue Anstellung finden möge.
Friedlieb Häckermann

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Hilfe

Durch die Beschränkung unserer bezahlten Mitarbeiter-Stunden ist in der letzten Zeit einiges liegen geblieben, das eigentlich der Pflege bedarf. Allmählich wachen wir auf dafür, was noch zu bedenken wäre.

Hierzu gehört auch, dass Menschen aus unserer Gemeinde in regelmäßigen Abständen die Kirche und auch unseren Gemeindesaal fegen (oder noch besser: saugen), und dass sich jemand dafür verantwortlich fühlt, in Abständen sich um die Pflanzen im Gemeindehaus zu kümmern. Wer hat Freude daran, auf diese Art einen sehr persönlichen »Mitgliedsbeitrag« zu leisten?
Frank Hörtreiter

In der Küche im Schrank, dort wo die Tischtücher liegen, habe ich auch einen Hilfe-rufenden Zettel gesehen: Wer mag sich für das Waschen und Bügeln der Tischwäsche verantwortlich fühlen?
Thea Suberg


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Sonntagskaffee in neuer Regie

Möchten Sie für den nächsten Sonntagskaffee etwas Leckeres beisteuern? Dann wenden sie sich bitte nicht mehr an Birgit Häckermann sondern an Angelika Derbe.

Ein dickes Dankeschön an Sie Frau Häckermann, für diesen langjährigen Dienst für uns. Und ein dickes Dankeschön an Sie Frau Derbe, dass Sie es weitermachen mögen. Wenn Sie Hilfe benötigen, lassen Sie es uns, die Kaffeetrinker, bitte wissen.
Im Namen der Sonntagskaffee-Nutzer
Thea Suberg


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Lebendiger Adventskalender - bei uns wieder am 23. Dezember

Wieder einmal werden im Viertel rund um die Kirche im Advent die verschiedenen Gemeinden und Altersheime zusammenwirken, damit stimmungsvolle kleine Zusammenkünfte vor den Eingangstüren mit Singen, Erzählung, heißen Getränken zustande kommen. Die Daten, Uhrzeiten (meistens 17.00-17.30 Uhr) und Orte finden Sie bei uns im Aushang.

Wir werden wieder einmal den letzten Tag vor Weihnachten "besetzen". Ein Datum, das Hausfrauen verständlicherweise nicht so sehr schätzen. Sie alle sind herzlich eingeladen, und ebenso an den anderen Tagen bei den Nachbarn.
Frank Hörtreiter


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Weihnachtsgespräche

Verschiedene Motive um das Ereignis der Christgeburt sollen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Weihnachtsgespräche stehen, an vier Tagen zwischen den Jahren, jeweils nach der Menschenweihehandlung. Wir wollen uns dabei anregen lassen durch die Betrachtung von einigen Bildern, in denen diese Motive auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck kommen.
Martina Alexi
von Samstag, 27. bis Dienstag, 30. Dezember 2008
Jeweils nach der Weihehandlung, ca. eine Stunde


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Neues Thema

Ab Januar 2009 werden wir uns im »Arbeitskreis am Dienstag« mit dem Lukas- Evangelium beschäftigen. Jeder, der neu dazu kommen möchte, ist herzlich willkommen.
Martina Alexi


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Ein neuer Gesprächskreis:
Die Sternenfreunde

Wie mögen die Sterne stehen zur Weihnachtszeit und im neuen Jahr, wenn wir unsere Jahresfeste feiern? Kann man in den Bildern und Bewegungen die sich am Himmel zeigen, etwas finden, das mit den Gesten und Motiven unserer Feste zusammenklingt?

Solche und andere Fragen und Aspekte mögen uns in dem neuen Kreis bewegen, der sich auf Wunsch aus der Gemeinde heraus begründet. Meine mehrjährige Betrachtung unter diesem Gesichtspunkt gibt freudigen Anlass, sich weiterhin auf die Suche zu begeben und umso freudiger, wenn andere sich daran beteiligen möchten.

Ein langsames Hineinwachsen in die Wunder der Sternenwelt soll so wie gewünscht ermöglicht werden. Fachliche Voraussetzung: Keine, Entdeckerfreudige Voraussetzungen: Alle

Bitte Stift und Block oder Ringbuchblätter mitbringen.Wir treffen uns wenn möglich zu Beginn einer Festeszeit eine halbe Sunde vor dem Gemeindeabend.
Die nächsten Termine sind am:
18. Dezember 2008, 08. Januar und 12. März 2009 um 19.30 Uhr
Angelika Wegener


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Theatersport-Schnupperkurs

Man kann ja viel über das menschliche Mit-, Durch- und Gegeneinander lesen, aber helfen kann nur das eigene Tun und da sind die Möglichkeiten vielfältig.Der Theatersport bietet in menschlich netter Atmosphäre die Möglichkeit sich selber und das was in sozialen Prozessen passiert neu zu entdecken und genauer kennen zu lernen.

Das unangenehmste dabei ist, dass man mehr über sich erfährt, als einem möglicher Weise lieb ist. Deshalb braucht man auch ein ganz bisschen Mut im Sinne des Evangelienwortes: »Herr, mach das ich wieder sehen kann.« Es ist erstaunlich, aber wenn ich mich neu sehen lerne, kann sich tatsächlich auch etwas an den Beziehungen zu den anderen Menschen ändern.

Also einfach mal rein schauen:
Samstag, den 17. Januar 2009, 18 - 22 Uhr und
Sonntag, den 18. Januar 2009, 11 - 13 Uhr
York Semmler und
Friedlieb Häckermann


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Die letzten 3 Beethoven-Klaviersonaten

Die letzten 3 Klaviersonaten op.109 (in E-Dur), op.110 (in As-Dur) und op.111 (in c-moll) waren als ein großer zusammenhängender Komplex geplant und entstanden in den Jahren 1820 -1822 als Auftragswerk des Berliner Verlegers Adolph Martin Schlesinger.

Ein Jahr zuvor, 1819, war Beethoven vollständig ertaubt und hatte in diesem Zusammenhang damit begonnen, Konversationshefte zu führen, in denen er tagebuchartig in knappem Stil niederschrieb, was ihn bewegte und die Menschen, die mit ihm Umgang hatten, ihre alltagsbezogenen Informationen, Bemerkungen über seine Werke oder Wünsche an ihn eintrugen.

Im April 1820 findet sich hier von Beethovens Hand eine Bemerkung über ein »kleines neues Stück«, die sich auf den 1.Satz von op.109 bezieht. Gesundheitlich war Beethoven in diesen Jahren bereits stark gezeichnet, daher zog sich die Komposition der 3 Sonaten deutlich länger hin als ursprünglich geplant.

Kompositorisch war er ab 1819 mit der »Missa solemnis« befasst, was sich vor allen Dingen in den 3 langsamen Sätzen dieser Klaviersonaten spiegelt, die jeweils am Ende der gesamten Komposition stehen und sowohl zeitlich als auch inhaltlich den Schwerpunkt des Werkes bilden.

Op. 109 ist die gesanglichste und intimste der 3 Sonaten - auffällig ist der erste wie zerrissen wirkende Satz, in dem das 1. Thema lyrisch in Terzen und Quarten webt, dem das 2. Thema in deutlich langsamerem eigenen Tempo dramatisch ausdrucksstark entgegentritt. Vorgriffe in die Musik des 20. Jahrhunderts mit flächigen Klängen und Dissonanzen überraschen den Hörer.

Durch einen Pedalhalteklang geht der 1. Satz nahtlos in den energischen zweiten über. Das Werk schließt mit einem 6-teiligen Variationssatz über ein choralähnliches Thema. Op. 110 beginnt demgegenüber mit einem gesanglichen kammermusikalisch gesetzten Satz, der in für den Spätstil typisch komprimierter Form gehalten ist.

Es folgt ein mit starken gegenläufigen Akzenten durchsetztes Scherzo - um in den sich aus zwei «Arioso dolente«-Teilen und einer barockgehaltenen Fuge in Quartsprüngen sowie deren sich apotheotisch steigernder musikalischer Umkehrung zusammensetzenden 3. Satz überzuleiten. Op.111 beschränkt sich formal auf 2 Sätze. Wobei der 1. »Allegro con brio ed appassionato« betitelte Satz von einem 16-taktigen »Maestoso«-Einleitungsteil eröffnet wird, der mit rhythmisch prägnanten, dramatisch-pathetisch verminderten Septsprüngen beginnt - und Ungewöhnliches erahnen lässt.

Der nachfolgende schnelle Teil dieses Satzes ist eine Ballung von Energie in sich aufschraubenden 16-tel Läufen, die von vitalen Achtel-Oktavsprüngen unterstützt und angefacht werden. Wie kostbare Einschlüsse finden sich unvermittelt in all dieser Wucht kleine lyrische Passagen, die einen Vorgriff auf die Welt des 2. Satzes erahnen lassen, der in klarem C-Dur sich in höhere Sphären schraubt.

Auf Wunsch einiger Gemeindemitglieder, die das diesjährige Programm der Weihnachtstagung in Stuttgart gelesen haben, spiele ich am 18. Januar 2009 um 17 Uhr im Gemeindesaal die drei letzten Klaviersonaten von Beethoven.
Mirjam Westphal


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zum Holocaust-Gedenktag:
Glückel von Hameln und Viktor Frankl

Gelungene Veranstaltungen kann man nicht einfach wiederholen. Das meinten wir auch zu dem Holokaust-Gedenktag. Aber wir möchten das Datum nicht verstreichen lassen und werden es diesmal einrahmen durch zwei biographische Gedenkabende: die wackere Kauffrau Glikl bas Judah Leib (1646-1726), die trotz Pest, Judenhass und (»nebenbei«) vierzehn Schwangerschaften ihr Geschäft betrieb, soll mit ihren humorvollen, bizarren und manchmal dramatischen Memoiren am ersten Abend im Mittelpunkt stehen.

Der zweite Abend soll dem großen jüdischen Neurologen und Psychiater Viktor Frankl gewidmet sein. Ein Hauptmotiv seiner Biographie ist die am selbst erfahrenen Leid gereifte »Trotzmacht des Geistes«. Schon als Kind hat er sie wie spielerisch geübt. Durch seine Erlebnisse als Häftling in mehreren Konzentrationslagern wurde sie ihm zur Überlebenskraft und zu einer Grundidee seines Lebenswerkes.

Herzlich freuen wir uns auf Sie!
am Donnerstag 22. Januar, 20.00 Uhr - Glückel von Hameln
am Donnerstag 29. Januar, 20.00 Uhr - Viktor Frankl

Martina Alexi und Frank Hörtreiter


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Liebe Ministranten

und Alle, die es gerne werden wollen oder auch nur erst einmal vorsichtig gucken wollen: Wir treffen uns das nächste Mal am 05. Februar 2009 um 20.00 Uhr. Es geht um Organisatorisches, Inhaltliches und um Geändertes. Vielleicht ergibt es sich, dass wir etwa alle Vierteljahr ein solches Ministrantentreffen haben können. Bringen Sie bitte gerne Fragen mit, auch Ideen und Vorschläge, was wir gemeinsam besprechen wollen.
Martina Alexi


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O so wohl als auch A

Ein Fest der Begegnung
mit Thomas Reuter und anderen
Samstag, 24.Januar

14.55 Ankommen; 15.22 Kaffee, Tafelmusik;
16.33 Tagesausstellung und mehr;
17.44 Bewegung und Stimme; 18.00 Visite I;
18.11 Imbiß...; 19.33 gemeinsames Singen
mit Chor und Kammerchor; 21.00 Visite II;
Noch Fragen?


Liebe Gemeinde,

ich lade Sie alle sehr herzlich zu diesem Fest der Begegnung ein! Alle, die Lust haben, sind willkommen: Jüngere, Ältere, Familien mit Kindern, Augen- und Ohrenmenschen, Geruhsame und Bewegte, Vorsichtige, Mutige und Skeptische.

Es ist ein kleines freundliches Fest der Künste und Künstler, getragen von der Musik; ein Treffen von Anfängern, Fortgeschrittenen - und einfach nur Neugierigen. Was wird gefeiert? »O so wohl als auch A«: Innigkeit und Offenheit zugleich! -

Man muß auch nicht alles mitmachen; für Familien mit Kindern empfiehlt sich beispielsweise die »Tafelmusik«, die meine Klavierschüler bestreiten werden. (Wenn ein Kind von Ihnen da auch spielen möchte: Warum nicht? Meine Tel.-Nr. ist 0511/8564727.) Beachten Sie bitte auch den Flyer, der Ende Dezember ausliegen wird!

In Vorfreude grüßt Sie
Ihr Thomas Reuter


Wahrhaft Neues kann verjüngend in die alt gewordene Welt eintreten, weil Menschen lernen, es vom Himmel herunterzuholen, wo es allein herkommen kann. Der Goldglanz des himmlischen Jerusalem senkt sich in den Erdengrund herein, auch wenn dieser von lauter Trümmern und Spuren des Untergangs bedeckt ist.
Emil Bock

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Leicht - und offen für Schweres
Performance

Ulrike Wallis - Tanz
Thomas Reuter - Klavier, Stimme

Liebe Freunde!

Es ist interessant, sich einmal zu fragen: Welches Verhältnis habe ich eigentlich zum Tanz? Manche empfinden diese Kunst als etwas Beunruhigendes, fast Gefährliches, als etwas, dem sie nicht zu nahe kommen möchten.

Der Tanz rührt an die Grenzen des bürgerlichen Anstandes; wenn schon das Singen eine Zumutung ist, so das Tanzen erst recht! Wer tanzt, bejaht seinen Körper und dessen Ausdrucksfähigkeit, er offenbart, wie seine Seele mit Körper und Raum verbunden ist. Seine Persönlichkeit scheint Gefahr zu laufen, sich der äußeren Welt und den "niederen Regionen" des Seelenlebens allzusehr auszuliefern - und das auch noch vor den Blicken der Zuschauer.

Wenngleich ich diese Besorgnis zwar nicht teile, wohl aber nachvollziehen kann, möchte ich hier einmal andeuten, was mich am Tanz begeistert: Gerade die Tatsache, daß beim Tanzen das "Höhere" mit dem "Niederen" konfrontiert wird und sich auf es einlassen muß, ist doch eine wunderbare Gelegenheit, sich produktiv mit diesem "Unteren" auseinanderzusetzen, es künstlerisch zu gestalten - und zwar nicht bevormundend von oben herab, sondern voller Bejahung: so wie alle Kultur und Kunst auf der liebevollen Verbindung eines Oberen mit einem Unteren beruht.

Und dementsprechend ist das Tanzen die Gelegenheit für das Untere, den Einfluß des Oberen in sich aufzunehmen, sich an ihm aus- und aufzurichten. Der Tanzende offenbart übrigens mit jeder Bewegung, bewußt oder unbewußt, seine menschliche Gesinnung und geistige Haltung! Wie lebendig und deutlich diese Offenbarung sein kann, hängt allerdings vom Grad der "Durcharbeitung" seines Bewegungsorganismus ab.

Ist nicht das ganze menschliche Leben Tanz? Ich empfinde es so, und zwar nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch ganz direkt: Jede Gebärde und Körperhaltung, jede Bewegungsqualität - besonders wohl der menschliche Gang - ist Ausdruck der jeweiligen Persönlichkeit! Der Mensch tanzt fortwährend sich selbst und sein Verhältnis zur Welt.


Indem ich oft erlebt habe, wie gern und intensiv kleine Kinder tanzen, wurde mir der Tanz - ebenso wie das Singen - zu einer unverzichtbaren menschlichen Ausdrucksform. Die kindliche Hingabe an die Bewegung war für mich wohl die stärkste Anregung, mich selbst als Tanzenden zu begreifen. (»So ihr nicht werdet wie die Kinder...«)

Die Gnade tanzt.
Das Ziel aller Dinge kann tanzen.
Wer nicht tanzt, weiß nicht, was geschieht.

(Aus dem »Tanzlied« in den Acta Johannis,
2./3. Jhd. n.Chr.)

Ja, mit diesen Ausführungen wollte ich Sie, liebe Freunde, ein bißchen mit meiner Begeisterung für den Tanz anstecken - oder Sie wenigstens neugierig machen auf unseren oben angekündigten Abend Leicht - und offen für Schweres.

Mit Ulrike Wallis verbindet mich das Interesse an der Geistes-Gegenwärtigkeit der Kunst und die Bestrebung, diese spirituelle Erfahrung immer wieder in der freien, eigenverantwortlichen künstlerischen Praxis aufzusuchen.

Ich hatte als Musiker mehrmals Gelegenheit, mit dieser viel-seitigen und ausdrucksstarken Tänzerin zusammenzuarbeiten, bisher immer in größeren Kirchenräumen, sie in freier Bewegung vorm Altar und im ganzen Raum, ich an der Orgel und stimmlich improvisierend.

Und seit Frühjahr 2008 haben wir uns der Idee zugewandt, Tanz- und Klavierimprovisation zusammenzubringen. Wir treffen uns dazu regelmäßig, erproben die Möglichkeiten des Zusammenwirkens und schälen nach und nach die Aufgaben bzw. das »Programm« für eine Aufführung heraus.

Diese Aufgaben sind untereinander teils sehr verschieden, jedoch handelt es sich stets um »freie Improvisation«: Die Aufgaben nehmen das Ergebnis nicht voraus; sämtliche Gestaltungen entstehen aus der Aktualität der Wahrnehmung und des Formgefühls.

Mehr wird jetzt noch nicht verraten - außer, daß es auch hier wieder passieren kann, daß der Pianist stimmlich zu hören ist, vielleicht sogar sprachlich. Und: daß es keinesfalls langweilig wird. Dafür verbürgt sich

Ihr Thomas Reuter
Samstag, 07. Februar 2009 um 20.00 Uhr


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Esoterisches Christentum (III)

In der ersten März-Woche 2009 wird vor dem Beginn der Passionszeit (15.3.09) ein Zyklus zum Esoterischen Christentum sein. Er behandelt im Sinne einer meditativen Besinnung auf schlummernde religiöse Kräfte die fünf besonderen Kräfte-Paare der aktiv werdenden Seele.

Im Sinnenbereich erwacht entdecken wir die Welt der »inneren (esoterischen) Sinne« im bewussten Erüben und Besinnen der Innenkräfte. Das Neue Testament, insbesondere die Berichte der vier Evangelisten zur Passion Jesu Christi stehen im Mittelpunkt. Einleitend und ausleitend Musik von J. S. Bach und Antonio Vivaldi.
Dr. Erhard Kröner

P.S. Es sei auf die neue Übersetzung der vier »Passionen« (Hardorp, Kröner, Schutz) hingewiesen. Anfragen an E. Kröner, Tel. 0511/ 81 02 75
Montag, 02. März - Suchen und Finden
Dienstag, 03. März - Hören und Verstehen
Donnerstag, 05. März - Glauben und Bekennen
Freitag, 06. März - Geben und Nehmen
Sonntag, 08. März - Sterben und neu Leben
Jeweils um 20.00 Uhr


Haben alle Engel Flügel?
frage ich
meinen Engel.
Ja, antwortet er.
Doch nicht alle
können fliegen.
Und wieso nicht,
frage ich.
Denk, daß ich fliege,
bittet er.
Peter Härtling


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Die Mühle als Wandlungsbild

Im mittelalterlichen Mecklenburg wurde ein "Mühlenlied" gesungen (Christoph Rau hat in der Zeitschrift "Die Christengemeinschaft" Passagen daraus wiedergegeben und übersetzt: 1961, S. 236f.), das einigen gotischen Altarbildern ihre geistige Orientierung gegeben hat, so im Kloster Doberan, in Retschow (7 km südlich von Doberan), im Rostocker Heilig Kreuz-Kloster und in dem kleinen Städtchen Tribsees, das zwischen seinen zwei wuchtigen Tortürmen noch ganz den überschaubaren Charakter eines gotischen Fachwerkensembles erhalten hat. Dort birgt die breit hingelagerte Kirche, deren kompakter backsteingotischer Turm von seinem Kirchhügel weit über die Weidenlandschaft hin zu sehen ist, einen geschnitzten goldgrundigen Flügelaltar.

Das Mittelbild ist zweigeteilt: oben stehen die vier geflügelten Evangelisten (mit Löwen-, Menschen-, Adler- und Rinderhaupt) und gießen aus Kornsäcken ihr Wort - es sind Schriftbänder mit Zitaten aus ihren Evangelien - in den Trichter einer Mühle, deren mächtiger silberner Mahlstein sich zu Füßen dreht. Man sieht ganz technisch präzise, wie der Trichter das "Saatgut" in eine gebogene Rutsche leitet, damit es dem drehenden Stein passend zugeführt wird.

Am Mehl-Auslass ist aus den vielen Wörtern das Wort geworden: ein Schriftband mündet in die Gestalt des unbekleideten Kindes, das in einem Kelche steht. Das Kind hebt die segnende Rechte, und links hält es ein Buch. Vier Kirchenväter halten den Kelch so hoch, dass das Kind von einem sonnig-goldenen Rad (es ist das Zentrum des Mühlengetriebes) wie von einem Kreuznimbus eingefasst wird.

Zu diesem Motiv soll es am 19.3. einen Vortrag geben, und am Samstag, dem 28.3. möchte ich gern mit denen, denen die Strecke nicht zu weit ist, nach Tribsees um 8.00 aufbrechen und ca. 18.00 wieder in Hannover eintreffen. Anmeldungen bitte im Gemeindebüro oder an hoertreiter@gmx.de
Herzlich Ihr Frank Hörtreiter

Vortrag: am Donnerstag, 19. März 2009 um 20.00 Uhr
Reise: am Samstag, 28. März 2009 von 8.00 bis ca. 18.00 Uhr

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Feste feiern -

ein Elternabend offen für alle Onkel, Tanten, Großeltern, Paten und am Thema Interessierte.

Die Kinder feiern sehr gern Feste. Aber ein bisschen Hilfe brauchen sie, sei es beim Geburtstag, bei der Konfirmation, oder auch bei starken Lebenseinschnitten wie z.B. Geburt und Tod.

Wer sich damit beschäftigen und Anregungen austauschen will, ist herzlich willkommen!
am Donnerstag, 12. Februar 2009 um 20.00 Uhr
Regina und Frank Hörtreiter

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Ferienlager 2009

Tänzerinnen, Akrobaten und Jongleure
Schullandheim Forsthaus Lüsche, 29367 Steinhorst
Vom 16. Juli bis 4. August 2009
Für Kinder von 9 bis 14 Jahren

Ihr müsst nicht geübt sein mit Bällen, Einrädern oder gar Hochrädern, aber Freude am Spielen, Üben und überhaupt am Zusammensein mitbringen. Denkt nicht, dass nur fertige Könner gefragt sind! Es wird aber auch vieles geben, was sonst die Kinderferienlager schön macht: Spielen, in der Lachte ein Schlammbad nehmen, Singen, Erzählen, Volkstanz, Musizieren und auch die Sonntagshandlung für die Kinder.

Wir sind in einem ehemaligen Forsthaus mit ausgebauter Scheune, großer Wiese und Bastelschuppen, Kamin- und Tagesraum, Feuerplatz unter Eichen... Der kleine Ort liegt zwischen sandigen Wäldern, und wer dem Flüsschen Lachte folgt, kommt durch Auenwälder zu einem Schwimmbad, das vom Flusswasser immer frisch durchflossen wird.
Wenn Ihr's habt, bringt Einräder, Diabolos, Perücken, Stelzen, Jonglierbälle und alles mit, was man für Zirkus oder Theater brauchen kann. Auch Musikinstrumente und Bälle sind willkommen!

Ellernstr. 44, 30175 Hannover,
0511 - 807 45-02, Fax -08
hoertreiter[AT]gmx.de


Hier noch eine Liste aller Ferienlager, die in unsere Ferien hineinpassen:

Kinderferienlager:

Haus auf dem Berge 06577 Hauteroda
Vom 25. Juni bis 8. Juli 2009
Leitung: Georg Schaar

Tänzerinnen, Akrobaten und Jongleure
Schullandheim Forsthaus Lüsche, Lüneburger Heide
Vom 16. Juli bis 4. August 2009, Leitung: Regina und Frank Hörtreiter

Grundstein, Kinderferienlager, Familienferien
Flensburger Förde, 24972 Neukirchen
Vom 16. Juli bis 29. Juli 2009
Leitung: Ingeborg Heins, Iris Brockob, Claudio Holland

Ski, Schnee & Weihnachtszauber Ski-Freizeit in Österreich
Vom 27. Dezember 2009 bis 3. Januar 2010
Leitung: Christina von Loeper, Dr. Christian Seiser,

Jugendferienlager:

Wandern in den Alpen, Südtirol
Vom 18. Juli bis 3. August 2009
Leitung: Dr. Christian Seiser, Florian Kühnert

Schwedensommer Vårdinge
Vom 18. Juli bis 4. August 2009
Leitung: Brigitte Olle, Mathias Marquardt

Auskunft und Anmeldung:

Verband der Sozialwerke der Christengemeinschaft e.V.
Mittelweg 13, 20148 Hamburg
Telefon 040 - 41 33 02 70, Fax: 040 - 41 33 02 74
E-Mail: info@cg-sozialwerke.de
www.cg-sozialwerke.de

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Eine Million Unterschriften?

Kürzlich war ich bei Dr. Jürgen Erdmenger (Brüssel/Berlin), der mit Michaela Glöckler die »AKTION ELIANT« (Europäische Allianz von Initiativen Angewandter Anthroposophie) (http://www.eliant.eu/new/) vorwärtstreibt. Es geht darum, dass bei der EU immer mehr Lebensgebiete von "Harmonisierungen" bzw. von »Richtlinien« betroffen sind. Das klingt so harmlos, ist aber weitgehend den nationalen Gesetzgebungen übergeordnet.

So hat die Unterschriftsaktion von »Eliant« den Sinn, unseren (im weiteren Sinne) Bestrebungen mehr Nachdruck zu verleihen. Das Ziel war: eine Million Unterschriften zu hinterlegen, weil man dann - nach dem noch zu ratifizierenden Lissabon-Vertrag - ein verfassungsmäßiges Recht hat, bei der EU gehört zu werden. Unsere Anliegen müssen dann behandelt werden.

Bisher sind über 600 000 Unterschriften zusammengekommen, und Eliant will aus Kostengründen nicht mehr lange agitieren. Selbst wenn die Million nicht erreicht werden sollte, ist die hohe sechsstellige Zahl eindrucksvoll (ähnlich wie man bei Parlamentariern damit rechnet, dass jeder eingehende Bürgerbrief auf eine zehnfache Zahl von »stummen« Meinungsgenossen hochgerechnet werden kann).

Wir sind insofern davon möglicherweise betroffen, als die große Sektenkeule ja immer ungenierter von manchen Leuten geschwungen wird, z.B. in Frankreich gegen die Anthroposophie. Wenn das auch gegen uns gehen sollte, ist es zu spät für wirkungsvolles Gegensteuern.

So also meine Bitte: tragen Sie sich in diese Unterschriftenlisten im Gemeindehaus ein! Man kann auch elektronisch unterschreiben, wenn man sich unter der oben genannten Internetadresse bis zu den Downloads durchklickt. Doppel-Unterschriften nützen natürlich nichts, denn "wir" sollen uns nicht beim "Tricksen" erwischen lassen.
Frank Hörtreiter



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Rezensionen

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile
- Schlüssel zur Wahrheitswelt der Evangelien

Liebe Gemeinde, der untenstehende Beitrag ist im (internen) Priesterrundbrief erschienen. Ich finde das Buch des emeritierten Priesters in unserer Braunschweiger Nachbar-Gemeinde so wichtig, dass ich gern darauf hinweisen möchte. Es ist in der Morgenstern-Buchhandlung erhältlich.
Herzlich Ihr

Die Vier um den Einen - Wiedergewinnung der Evangelien

Nach jahrelanger Arbeit und gründlichem Lektorat ist nun endlich das neue Buch von Christoph Rau "Die Vier um den Einen - Wesensart und spiritueller Hintergrund der Evangelien" erschienen. Es ist die Frucht von fünf Jahrzehnten eigenständiger Forschung an den vier Evangelien - unter Einbeziehung von wirklich allem, was Forschung und Geisteswissenschaft bislang auf diesem Feld geleistet haben.

Was bei Bock und Frieling exemplarisch angedeutet ist, was Rau selber schon an manchen Stellen exerziert hat, findet sich nun in Bezug auf alle vier Evangelien gründlich und einleuchtend angewendet und ausgearbeitet: Anhand der Formgesetze (Komposition, Gliederung) Zielsetzung und Konzept der Evangelien nachzuweisen - und damit den spirituellen Reichtum derselben zu erschließen. Einem kurzen Einführungskapitel folgen je etwa 20 Seiten über jedes Evangelium, danach eine Zusammenschau, ein Gesamtfazit.

Dieses Buch ist vorzüglich dazu angetan, einen neuen Zugang zu den Evangelien zu erschließen, und somit ein großes Geschenk für unser Wirken! Christoph Rau: "Die Vier um den Einen - Wesensart und spiritueller Hintergrund der Evangelien"
Verlag Dr. Dieter Winkler e.K., Bochum, 2008, 166 S., ISBN 978-3-89911-095-1, _ 19,50
Johannes Roth

Das Buch von Christoph Rau hat uns veranlasst, ihn um einen Vortrag zu bitten, in dem er die Summe seiner Erkenntnisse zieht.
Am Donnerstag, 2. April 2009 um 20.00 Uhr
in unserem Gemeindehaus

Gänseblümchen als Sonnenbild

Unser langjähriges Mitglied Gerhard Winkel hat - mit Recht - wegen seiner Leistung für die Schulgärten und die Beziehung von Stadtkindern zur Natur schon vor Jahren einen Ehrendoktor der Biologie verliehen bekommen. Eins seiner wichtigsten Lebensmotive ist der beseelte Blick in die Natur, der weiter führt zu den großen Fragen von Schicksal und Schöpfung.

Nun hat Gerhard Winkel - nach seinen Büchern, die ja oft auch Gedichte in gebundenen Formen enthalten - eine Sammlung von Psalm-artigen Dichtungen vorgelegt. In anspruchsloser Buchgestaltung glänzen Gedanken zum Kosmos, zur Evolution von Natur und Mensch und zur Begegnung mit den Spuren Gottes auf, und die Antwort der eigenen Seele wird zum Gotteslob und zur Klage.

Gerhard Winkel hat mit dieser formalen Anlehnung an die Psalmen (und dem Verzicht auf Groß- und Kleinschreibung und Interpunktion) dem Leser eine Chance gegeben, langsamer als sonst zu lesen und den Rhythmus der Texte allmählich zu finden. Trotz dieser subtilen Barrieren sind die Gedichte leicht zu lesen; wer sich mit der Poesie eines Menschen beschäftigen möchte, der zu uns gehört, wird manches finden!
Frank Hörtreiter
Gerhard Winkel: Gotteslob und Gottesklage, Privatdruck o.J., 84 Seiten, über die Gemeinde zu beziehen, 5,00 Euro


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