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Weihnachten 2010 - Passion 2011 Gemeindebrief Editorial | Der Weihnachtsbaum stammt aus der Goethezeit | Priester Hirte und Diener in einem | Engel und Dämonen | Rudolf Steiner | Konkurrenz und Kooperation | Wilhelm Hauff | Die Figuren des Osterspiels | Redentiner Osterspiel | Die Ferienlager 2011 | Notfallkarte Liebe Gemeinde, Ein Jahr mit gravierenden Ereignissen und Veränderungen liegt hinter uns. Erdbeben und heftige Überschwemmungen wurden uns berichtet und haben für Millionen von Menschen ihr Leben verändert. Die so vermittelte Anteilnahme an der Not und dem Leid derer, die weit von uns entfernt sind, ist eine Aufgabe, in der die Menschheit noch ungeübt ist und die uns oft überfordert und dem Bewusstsein entgleitet. In den letzten Monaten haben sich für unsere Gemeinde durch den Neubau des Friedrich Rittelmeyer Hauses endgültig die räumlichen Bedingungen für die Entfaltung des Gemeindelebens auf dem Kirchengrundstück verändert. Stockwerk um Stockwerk ist der Bau aus der Grube heraus emporgewachsen. Mancher hat sich zuletzt gefragt, wie hoch es noch werden wird. Nun ist der Rohbau abgeschlossen und wir werden uns an den neuen Anblick gewöhnen. Im neuen Jahr kommt die Herausforderung auf uns zu, die neue Nachbarschaft als gemeinsames Leben zu gestalten. Eine schöne Aufgabe in unmittelbarer Nähe! Mit den besten Wünschen für das neue Jahr grüßt Sie herzlich Ihr Friedlieb Häckermann zurück zum Themenüberblick»» Der Weihnachtsbaum stammt aus der Goethezeit In der Gründerzeit zeigten beliebte Stahlstiche »Luther mit Familie unterm Weihnachtsbaum«. Diese Szene kann es aber nicht gegeben haben, denn diese Sitte ist jung und hat sich erst Ende des 18. Jahrhunderts vom Elsass aus verbreitet. Sie hat einen tiefen Sinn, und sie ist verbunden mit dem Adventsbaum, der neben unseren Altären steht. Der Sinn einer solchen Sitte soll uns beschäftigen am »Geselligen Nachmittag« am 3. Januar 2011. Frank Hörtreiter zurück zum Themenüberblick»» Gemeindeabend 13. Januar 2011 Priester Hirte und Diener in einem Wieder stehen Priesterweihen bevor, zu denen Claudio Holland einen Einführungsvortrag halten wird. Wir freuen uns, dass er dies auch bei uns tun wird! zurück zum Themenüberblick»» Gemeindeabende 27. Januar, 03. und 10. Februar 2011 Engel und Dämonen Es gab in der Gemeinde nicht nur im Zusammenhang mit dem Osterspiel die Frage, ob die Engel in ihrem Rang und Wirkensfeld ein bisschen klarer angeschaut werden können. Wir möchten einmal eine ganze Reihe von Abenden diesem weitausgreifenden Thema widmen, und zwar so, dass die Auswirkungen auf uns Menschen die nötige Erlebnis-Nähe bringen. Ein erster Abend soll die persönlichen Erlebnisse des Geführt- und Bewahrtseins ansprechen (kann man auch durch Schwierigkeiten nicht nur geweckt, sondern auch bewart werden?) Der zweite Abend soll sich mit der Eigenart von Gemeinden, Völkern und Zeiträumen befassen. Wenn eine Sprachgemeinschaft oder auch eine Zeit ihre eigene Geprägtheit hat (das wäre ja die genaue Übersetzung von »Charakter«!), dann ist doch wohl die Frage berechtigt, ob und wie ein Wesen dahinter steht. Der dritte Abend wird vielleicht die dunkle Gegenseite zum Ausdruck bringen. Kann man »böse« Engel denken? Widersacher von Rang? Am nächsten steht uns vielleicht die böse Wirkung eines Nationalismus, wie er sich in den letzten Jahren (und immer noch!) im Balkankrieg gezeigt hat. Dass man stolz auf sein Vaterland ist, kann man vielleicht noch verstehen. Aber würden wir triumphieren, falls es z.B. der Schweiz oder Österreich schlechter geht als uns? Wohl kaum. Doch auf dem Balkan wo ja die »Einheit« der westslawischen Völker gewaltsam durch Jahrzehnte erzwungen wurde hat sich ein kaum begreiflicher Hass und die gefühlte Verpflichtung zur Feindschaft bewahrt, obwohl die Menschen dort doch mindestens genauso herzlich, hilfsbereit, liebevoll sind wie wir. Sicherlich ist in diesen wenigen Sätzen auch Schiefes, Unrichtiges enthalten. Doch die Abende sollen mit verhältnismäßig kurzen Einleitungen noch genug Raum für gesprächsweisen Austausch bieten. Beteiligen Sie sich gern! Frank Hörtreiter zurück zum Themenüberblick»» Donnerstag, 03. März 2011, 20.00 Uhr Rudolf Steiner Von der Anthroposophischen Gesellschaft wird vom 25. bis 27. 2. an verschiedenen Orten des 150. Geburtstages gedacht. Im Gemeinde-haus werden Plakate aushängen, die auf diese Ereignisse hinweisen. Im Zusammenhang damit wird auch bei uns ein naheliegendes Thema behandelt, nämlich Rudolf Steiners Bedeutung für die Erneuerung der Religion. Was haben Rudolf Steiner und die Anthroposophie mit »uns« zu tun? Das gehört zu den »häufig gestellten Fragen«, die ich als Öffentlichkeitsbeauftragter in der Website der Christen-gemeinschaft (www.christengemeinschaft.org) so zu beantworten suchte: Ist die Christengemeinschaft anthroposophisch? Ja, wenn man damit ausdrücken will, dass die Christengemeinschaft nicht ohne die Hilfe Rudolf Steiners entstanden wäre. Nein, wenn man damit meint, wir hätten anthroposophische Wahrheiten zu glauben. Nein, wenn man darunter versteht, die Christengemeinschaft sei die Kirche der Anthroposophen. Nein, denn keine Lehrbesonderheit muss bei uns von einem Pfarrer gelehrt oder von einem Mitglied geglaubt werden. Ja, wenn damit die Dankbarkeit der Christengemeinschaft für Rudolf Steiners Hilfe für ein modernes religiöses Leben und Bibelverständnis gemeint ist. Frank Hörtreiter zurück zum Themenüberblick»» Gemeindeabend am 17. März 2011 Konkurrenz und Kooperation Wie beleben wir die Menschenarbeit? Dass nicht (nur) Konkurrenz und der „Kampf ums Dasein“ die Triebkraft von Entwicklung und Wachstum sind, ist nicht nur den Sozialwissenschaftlern längst aufgegangen. Sogar von manchen Genforschern und Neurobiologen ist erkannt worden, dass Kooperation ein wesentliches Grundprinzip von Leben und Fortschritt ist. Ob es dabei nur um die Erweiterung des Egoismus zu einen „Gruppenegoismus“ geht, oder ob und wie wir durch Kooperation und Konkurrenz zu einem wirklichen menschengemäßen Umgang miteinander kommen können, soll an diesem Abend in einem kurzen Vortrag und anschließendem Gespräch bewegt werden. Martina Alexi zurück zum Themenüberblick»» Ein kurzes Dichterleben Wilhelm Hauff Ein junger Theologe macht sich bekannt, indem der den berühmtesten Kitschroman seiner Zeit (»Mimili« von Clauren) in der noch heute mit Schmunzeln zu lesenden Erzählung »Der Mann im Mond« parodiert. In der gleichen Zeit schreibt er die gesellschaftskritischen »Memoiren des Satans«, den gemütvollen Heimatroman »Liechtenstein« und seine bekannten Märchen, wie z.B. »Das Wirtshaus im Spessart«, »Der kleine Muck«, »Kalif Storch«, »Das Kalte Herz«. Emil Bock hat in seinen »Boten des Geistes« mit Recht die sozusagen kopflastige Phantasie dieses schwäbischen Dichters charakterisiert. Doch: wäre Hauff älter geworden, würde man alle diese Werke als geniales Frühwerk einordnen. Was wäre ihnen wohl als reiferes Œuvre gefolgt? Darüber soll ein wenig nachgesonnen werden beim »Geselligen Nachmittag« am 04. April. zurück zum Themenüberblick»» Gemeindeabende Donnerstag 31. März 07. April, 2011 Die Figuren des Osterspiels farbige Vielfalt In der Spielkumpanei wird bei jeder Probe ein wenig zum Inhalt des Spieles und den daraus entstehenden Fragen gesprochen. Nun möchten wir an zwei Abenden die obere und die untere Welt zum Thema machen und unter Beteiligung der Spieler davon erzählen. Es ist nicht nötig, sich an diesen Abenden schon mit dem Redentiner Osterspiel auszukennen, aber es hilft, die Aufführung (Samstag, 16. April 20.00 Uhr) in der mittelniederdeutschen Sprache besser zu verstehen! Frank Hörtreiter zurück zum Themenüberblick»» Samstag vor Palmsonntag, 16. April, 2011 20.00 Uhr Redentiner Osterspiel Ohne die Initiativkraft von Ingrid Töllner und Ennecke von Kries hätte ich es nicht gewagt, das Redentiner Osterspiel wieder in Angriff zu nehmen, das mit gutem Grund seit Beginn in den Gemeinden der Christengemeinschaft zuhause ist. Es spiegelt in spätmittelalterlicher Sicht die Doppelheit des Bösen (Luzifer, Satan und ihrer Gesellen) und die Erlösungsbedürftigkeit ihrer Seelen, bevor Christus den Tod verwandelt hat. Wir werden das Spiel etwas anders spielen, als es in der Plathnerstraße 35 vor dem Altar stattfand. Wir spielen absichtlich nur einmal, weil es einen besonderen Zauber in sich hegen kann, wenn man weiß: »nur was heute gelingt ist gültig!« Bitte lassen Sie sich nicht verdrießen, wenn Sie das eine oder andere Wort des mittelniederdeutschen Textes (der manchmal an unser heutiges Platt oder auch ans Englische erinnert) nicht verstehen. Was man versteht, hängt von der inneren Hörbereitschaft ab. Und das Platt wirkt doch ein bisschen echter, wenn die dralle Komik einiger Gestalten den Engeln und sogar dem Auferstandenen begegnet. In Spannung und Vorfreude Ihr Frank Hörtreiter zurück zum Themenüberblick»» Die Ferienlager 2011 Es gab unter den Kindern aber auch den Helfern in den letzten Jahren immer mehr den Wunsch, dass auch in der Osterzeit eine kurze Möglichkeit für Kinder geboten wird. Die Helfer, die im Sommer nicht mitwirken können, haben das selbst-verspottend die »Methadon-Lager genannt, weil sie sagten: »ohne die Lager mag ich nicht auskommen…« Und im Sommer wird wieder die ganze Fülle vorhanden sein: unterwegs und sesshaft, mit speziellem Thema oder einfach nur gemütvoller Geselligkeit. Unserer Gemeinde wird das Lüsche-Ferienlager wieder am nächsten stehen; wir werden auch wieder zur Zirkus-Aufführung einladen. Sie finden hier eine Liste der Ferienlager, die mit den niedersächsischen Ferien harmonieren. Wenn Sie Fragen haben oder noch schöner! die Möglichkeit erwägen, als Helfer teilzunehmen, dann wenden Sie sich gern an Regina und Frank Hörtreiter Begegnung und andere Abenteuer Kinder- und Jugendferienlager 2011 der Christengemeinschaft »Begegnung und andere Abenteuer« unter diesem Motto bietet der Verband der Sozialwerke der Christengemeinschaft im Jahr 2011 neun Kinder- und fünf Jugendferienlager, sowie zwei Familienfreizeiten an. Neun Kinderferienlager - von einer bis zu drei Wochen - laden zu bunten, spannenden und phantasievollen Ferienwochen ein, in denen Kinder sich beim Reiten, bei Clownerien, draußen bei Sonne und Wind, im Wald und auf Wiesen, beim Kanu fahren oder beim Wandern vergnügen können. Hinweisen möchten wir auch auf die beiden Familienfreizeiten. Zum einen die Freizeit zu Ostern am Rande der Lüneburger Heide mit viel Platz zum Herumtoben für die Kinder, Zeit für Waldspaziergänge und Gespräche. Zum anderen die Familienfreizeit an der Flensburger Förde: »Ostseeabenteuer Entdeckerinnen und Seefahrer«. Hier können die Kinder schöne Ferienzeiten erleben und die Eltern sich in Kursangeboten und Gesprächsrunden geistiger Anregung erfreuen. Für Jugendliche gibt es die Wandertour zwischen den Gipfeln der Berge in Tirol, den Musical-Sommer mit »My Fair Lady« im Oberlin-Haus in den Vogesen und »Die Zauberflöte« in der Kulturzeit Lüsche. In Schweden finden zwei Ferienlager statt: einmal die Kanutour auf Seen und Flüssen in Småland und der Schwedensommer mit viel Chorgesang und fröhlichem Leben draußen am Wasser und auf der Wiese. Die Prospekte liegen ab Mitte Dezember in den Gemeinden aus. Sie können sich aber auch gerne direkt an die Geschäftsstelle des Verbandes der Sozialwerke wenden oder die Website unter www.cg-sozialwerke.de besuchen. zurück zum Themenüberblick»» Notfallkarte Der Anlass Ihnen eine Notfallkarte anzubieten liegt in der leidvollen Erfahrung, dass Menschen, die den Beistand eines Pfarrers gewünscht hätten, ihn nicht bekamen, da vor Ort niemand davon wusste. Die Frage ist also: Wünschen Sie sich, dass ein Pfarrer Ihnen beisteht wenn Sie schwer erkranken, im Koma liegen, sterben oder schon gestorben sind? Wir werden ja heute oft aufgefordert unseren Willen zu Papier zu bringen, für den Fall, dass wir selbst unseren Willen nicht mehr äußern können. Also haben manche einen Organspendeausweis, eine Patienten- und Bestattungsverfügung, eine Vorsorgevollmacht... Nun gut, für einige von uns stehen diese Dinge noch in weiter Ferne, weil wir nicht mit ihnen rechnen, und zur Not sind da ja auch noch die Angehörigen und Freunde, die dann die richtigen Entscheidungen treffen könnten... Aber auch wenn alles aufgeschrieben und hinterlegt ist, welche Informationen hätten Sie bei sich, wenn Sie beim nächsten Einkauf oder auf dem Weg zur Arbeit in eine lebensbedrohliche Situation kämen, wenn Sie nach einem Unfall im Koma lägen? Der Name steht auf der Scheckkarte, die Adresse auf dem Personalausweis, der nächste Angehörige...??? Aber wüsste der nächste Angehörige oder würde er in der Aufregung daran denken, dass sie jetzt den Beistand eines Pfarrers wünschen könnten? Auf der Notfallkarte, die wir Ihnen hier anbieten, steht nichts weiter, als dass Sie darum bitten einen Pfarrer der Christengemeinschaft zu benachrichtigen und wer der nächste Angehörige ist. Damit ist dem Ersthelfer ohne viel Aufwand der richtige Weg gewiesen und die Angehörigen haben Anlass einem Pfarrer Bescheid zu geben. Aber was kann nun der Pfarrer für Sie tun? Um was möchten sie bitten? Manches wird von der konkreten Situation abhängen, aber der jeweilige Pfarrer sollte dann auch handeln können. Es ist ja denkbar, dass es für Angehörige eher befremdlich ist, wenn eine Krankenkommunion gereicht oder die letzte Ölung gegeben werden soll, oder dass sie unser Bestattungsritual von sich aus gar nicht naheliegend finden. Dann wäre für die Pfarrer, auch im Hinblick auf das Gespräch mit den Angehörigen, eine eindeutige Willensbekundung des Betroffenen sehr hilfreich. Wenn Sie sich also entscheiden, die Notfallkarte ausgefüllt bei sich zu tragen, geben Sie doch bitte auch, mit dem beiliegenden Brief, Ihre Wünsche und die wichtigsten Information an einen Pfarrer oder das Gemeindebüro. Die Notfallkarte und der Brief liegen bis zum Jahresende im Kirchenvorraum und im Gemeindehaus für Sie zum Mitnehmen bereit, anschließend, ab Januar 2011 dann nur noch im Gemeindehaus. Martina Alexi und Thea Suberg zurück zum Themenüberblick»» Startseite | Kontakt | Impressum | Links | Literatur | Hildesheim | Benefeld |
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