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Ostern - Johanni 2011 Gemeindebrief Editorial | Benefeld | Ein Brief aus Japan | Aus Neuseeland | Himmelfahrtsausflug 2011 | Hermann Beckh | Kinder- und Jugendlager 2011 | Kindertreffen 2011 | Goethezitat | Aktivität unserer Konfirmanden Liebe Gemeinde, die Osterspieler singen schon vor Ostern »Christ ist erstanden«. Ist das nicht unzeitgemäß? Dieser Widerspruch war sogar ein Anlass, dass unsere Kumpanei nicht nach Bad Doberan fahren konnte, um dort in der Zisterzienserabtei das Spiel aufzuführen. Der dortige Pastor hielt es für unmöglich, die Auferstehung schon in der Karwoche zu feiern. Ich habe großen Respekt vor dieser Haltung, auch wenn ich sie nicht vollständig teile. Das Redentiner Osterspiel - das ja wahrlich von frommen und mit dem Festeskreis lebenden Menschen geschaffen und aufgeführt wurde - trägt in sich beide Ereignisse: die Höllenfahrt Christi, die ja noch in die Karwoche gehört, und noch davor die Mitteilung Christi, er sei auferstanden. Das hat schon manchen Kundigen irritiert. Kann es nicht auch ein Hinweis darauf sein, dass Christi Gegenwart durch Seine Auferstehung uns Menschen immer umhüllt? Vielleicht liegt es nur an uns, wenn wir jeweils nur eine Blickrichtung auf Sein Wirken pflegen können: das Passionserleben, die Osterfreude, die Weitung Christi in das Wolkensein hinein und den von ihm gesandten Geist? Wir möchten diesen Zeitenumschwung vom Passions-Schwarz zum Oster-Rot und zum Strahlen der Himmelfahrts-, Pfingst- und Johannifarben wieder gehen und dabei hinnehmen, dass unsere Blickrichtung begrenzt ist und deshalb immer wieder wechseln sollte. Das »Wir« dieses Absatzes ist nicht verallgemeinernd gemeint. Es soll auch auf einen Versuch hinweisen, den wir Pfarrer in diesem Jahr machen wollen: drei Blickrichtungen des Betens anzusprechen, die mit den nun folgenden Jahresfesten zusammenhängen. Schauen Sie einmal in die Ankündigungen für die Donnerstage im Juni! Eine frohe, befreiende Osterzeit wünscht uns allen Ihr Frank Hörtreiter zurück zum Themenüberblick»» Grundsteinlegung der Kapelle am 26. März 2011 Benefeld Liebe Freundinnen und Freunde, manche von Ihnen wissen wahrscheinlich kaum, wo Benefeld liegt. Und doch gehören wir zusammen. Wir sind schon seit ca. 60 Jahren, wie auch die Filiale in Hildesheim, ein Teil der Gemeinde Hannover. Wir sind »schuld« daran, wenn Herr Häckermann am Sonntag in der Michael- Kirche manchmal »fehlt«. Dann ist er bei uns und zelebriert die Handlungen in unseren provisorischen Räumen. Seit einigen Jahren hört man hier und da ein Gerücht: Die Benefelder wollen bauen! Ja, geht das denn? Eine Filiale? Eine Kapelle bauen? Ohne »eigenen« Pfarrer? So ein kleines Häuflein Mitglieder? Hat da jemand im Lotto gewonnen? Seit dem 24. Januar können wir alle diese Fragen (leider außer der letzten) endlich ohne Zögern bejahen. Es geht! Dank unermüdlicher Unterstützung durch viele Menschen und basierend auf den langjährigen Vorarbeiten unseres »Filialrates« sind die Pläne fertig gestellt und der Bauvertrag unterschrieben für einen Weiheraum mit Sakristei und den allernotwendigsten Nebenräumen. Vorbei sind dann die Zeiten, in denen alle zwei Wochen in der Waldorfschule der Klappaltar aufgebaut und hinterher (das ist fast noch schlimmer!) wieder in einer Abseite des Eurythmieraumes verstaut werden muss. Nun wird es in wenigen Monaten einen geweihten Raum für die Sakramente und eine Heimat für das Gemeindeleben geben, was durch Spenden und Darlehen vieler Freunde sowie mancher Nachbargemeinden möglich wird. Alleine könnten wir es gewiss nicht schaffen. Wir sind voller Freude und Zuversicht, dass unser Neubeginn »von oben« beschützt wird. Sie alle sind herzlich eingeladen, die Benefelder Filiale einmal kennen zu lernen oder die alte Bekanntschaft wieder aufzufrischen. Es grüßt Sie herzlich im Namen der Filial-Gemeinde Bärbel Thielemann Kontakt: Martina Gottlöber, Poststraße 4, 29699 Bomlitz Telefon 05161 / 48 888 zurück zum Themenüberblick»» Gekürzt abgeschrieben von Frank Hörtreiter Ein Brief aus Japan (18. März) Lieber..., es geht uns in Tokio (noch) gut. Für die zunehmenden Grüße und Hilfsangebote von den Kollegen und Gemeinden danken wir. Übermorgen wird die Gemeindeversammlung sein und ich werde da davon berichten. Als dringende Aufgabe hier sehe ich den Aufbau eines Informationsnetzes unter den Gemeindegliedern an. In so kritischer Lage sollen wir die heutige Isolierungstendenz der Menschen bei Seite lassen. Allgemeine Seelenstimmung der Tokioter ist Spannung, Unsicherheit, Furcht und Angst. Zwar ist sie noch nicht auf Panikniveau angelangt, aber Scharen von Menschen wollen irgendwohin fliehen. Unter uns sind schon welche, die nach Deutschland fliegen. Es gibt doch auch opfervollen Helferwillen angesichts des Elends der direkt Betroffenen im Norden. Alles ist gemischt zurzeit und geht weiter. zurück zum Themenüberblick»» Aus Neuseeland Die Erdbeben sind noch nicht zu Ende. Der Pfarrer Hartmut Borries (Oakland, ursprünglich aus Celle) hat nach dem ersten Beben jedes einzelne Gemeindemitglied der Filialgemeinde Christchurch angerufen und erfahren, dass niemand körperlichen Schaden genommen hat. Die Menschen leben aber in Zelten wegen der immer noch zu erwartenden Nachbeben. Inzwischen haben rund 50 000 Menschen Christchurch verlassen. Auch nach Oakland kamen Gemeindeglieder. Die Gemeinde Oakland hilft, wo sie kann, auch finanziell. Wer für die Gemeinde spenden möchte, kann dies über ein Sammelkonto unserer Leitung in Berlin tun. Von dort werden die Spenden gesammelt weitergeleitet, um die Überweisungskosten niedrig zu halten. »Stiftung Die Christengemeinschaft« Konto 362 04 00, BLZ 850 205 00; Bei der BfS, Verwendungszweck »Christchurch«. Regina Hörtreiter zurück zum Themenüberblick»» 02. Juni 2011: Gemeinsamer Himmelfahrtsausflug mit den Gemeinden Göttingen und Braunschweig Himmelfahrtsausflug Als sich die Gemeinderäte aus Braunschweig, Göttingen und Hannover im vergangenen November in Hannover trafen, wurde der Wunsch geäußert, über die Karwochenpredigten hinaus in einen stärkeren Austausch zwischen unseren drei Gemeinden zu kommen. Daraus entstand der Impuls, in diesem Jahr einen gemeinsamer Himmelfahrtsausflug zu machen an einen Ort, der für alle erreichbar ist. Am Himmelfahrtstag, am Donnerstag, den 2. Juni 2011, sind Sie im Anschluss an die Menschenweihehandlung alle herzlich eingeladen, sich mit Menschen unseren Nachbargemeinden bei den Bodensteiner Klippen bei Bockenem zu treffen. Anfahrt von Hannover: Über die A7 Richtung Kassel bis zur Abfahrt Nr. 65 „Bockenem", dort rechts abbiegen Richtung »Lutter«. Nach ca. 5 km kommt das Dorf Bodenstein, dort links abbiegen Richtung Neuwallmoden, bis links das Sträßchen »Zu den Klippen« kommt. Dort einen Parkplatz suchen. Dann geht man zu Fuß (ca. 15 min Fußweg) wenige hundert Meter zunächst weiter auf der geteerten Straße »Zu den Klippen« (die dort für Pkw gesperrt ist) Richtung Hügel und dann beim Wegweiser geradeaus hinauf über einen holperigen Waldweg, bis man die Klippen sehen kann. Dort oben treffen wir uns zum gemeinsamen Picknick, zum Singen und Spielen. Bitte bringen Sie einfach alle für sich selbst genügend mit, so dass man bei Bedarf mit anderen teilen bzw. tauschen kann. Der Waldweg ist nicht lang und mit Kinderwagen oder Sportkarre (etwas größere Räder) befahrbar, aber nicht mit kleinräderigem Buggy. Auch ältere Menschen können gern mitkommen, sofern sie ohne Gehhilfe 200 m weit einen ansteigenden Waldweg laufen können. Es gibt dort keine Bänke, aber wunderbar runde, glatte Felsen zum Sitzen. Man fährt von Hannover aus eine 3/4 Stunde (65 km). Da wir aus verschiedenen Richtungen kommen, ist es ratsam, nicht am Parkplatz aufeinander zu warten, sondern sich gleich oben bei den Klippen zu treffen. Das wir etwa gegen 12.30 Uhr sein. Lageskizzen werden im Gemeindehaus ausliegen. zurück zum Themenüberblick»» Geselliger Nachmittag am 6. Juni Hermann Beckh (1875-1937) war einer der originellsten Begründer der Christengemeinschaft: sein Richteramt gab er auf, als er eine arme Frau wegen Holzdiebstahl verurteilen musste, und wurde Indologe, Komponist und einer der ersten Schüler Rudolf Steiners. In dem Priesterkreis war er von einer unerreichbaren Gelehrsamkeit und zugleich naiv wie ein Kind. Von ihm zu erzählen ist eine Freude! Gundhild Kacer-Bock hat seine Biographie geschrieben (Vlg. Urachhaus, Stuttgart 1997). Kommen Sie gern zum Geselligen Nachmittag am 6. Juni! Frank Hörtreiter zurück zum Themenüberblick»» »Begegnung und andere Abenteuer« Kinder- und Jugendferienlager 2011 der Christengemeinschaft Kinder- und Jugendlager 2011 Der Verband der Sozialwerke der Christengemeinschaft bietet im Jahr 2011 Kinder- und Jugendferienlager, sowie zwei Familienfreizeiten an. Neun Kinderferienlager - von einer bis zu drei Wochen - laden zu bunten, spannenden und phantasievollen Ferienwochen ein, in denen Kinder sich beim Reiten, bei Clownerien, draußen bei Sonne und Wind, im Wald und auf Wiesen, beim Kanu fahren oder beim Wandern vergnügen können. Für Jugendliche gibt es die Wandertour zwischen den Gipfeln der Berge in Tirol, den Musical-Sommer mit »My Fair Lady« im Oberlin-Haus in den Vogesen und »Die Zauberflöte« in der Kulturzeit Lüsche. In Schweden finden zwei Ferienlager statt: einmal die Kanutour auf Seen und Flüssen in Småland und der Schwedensommer mit viel Chorgesang und fröhlichem Leben draußen am Wasser und auf der Wiese. Die Prospekte liegen im Gemeindehaus aus. Sie können sich aber auch gerne direkt an die Geschäftsstelle des Verbandes der Sozialwerke wenden oder die Website unter www.cg-sozialwerke.de besuchen. Hierzu kommt noch eine Bitte: Wenn Sie alte Hemden oder Bettwäsche haben (am besten einfarbig): wir können sie gut für Kulissen, Kostüme und sonstige gute Einfälle brauchen. Regina und Frank Hörtreiter zurück zum Themenüberblick»» 20. bis 22. Mai 2011 Kindertreffen Am 20. bis 22. Mai werden die Helfer des Zirkus-Kinderlagers in Lüsche sich zur Vorbereitung wieder treffen, und traditionell sind zu einer Spiel-, Sing- und Unterhaltungsstunde (21. Mai, 15.00 - 16.30 Uhr) die angemeldeten Kinder eingeladen - aber auch alle anderen Kinder, die in diesem Sommer gar nicht in ein Ferienlager fahren werden. Auf das Treffen freuen Sich Regina und Frank Hörtreiter zurück zum Themenüberblick»» Goethe und das Verbrechen »Ich kann mir kein Verbrechen vorstellen, das nicht auch ich hätte begehen können« hat angeblich Goethe zu seinem Sekretär Eckermann gesagt, zitiert nach Umberto Bellini. In Thomas Manns Goethe-Roman findet sich das Zitat: »Ich habe nie von einem Verbrechen gehört, das ich nicht selbst hätte begehen können ...« Die Goethe Forschung hat herausgefunden, dass es sich um die Maxime Nr.240 handelt (ein Text aus Kunst und Altertum), die hier umgeformt wurde. Goethe bezieht sich auf junge Künstler, deren Arbeiten und die dabei vorkommenden Missgriffe: »Man darf nur alt werden, um milder zu sein; ich sehe keinen Fehler begehen, den ich nicht auch begangen hätte.« Diese Formel lässt sich bis zu Emerson zurückverfolgen, der 1850 übersetzt: »I have never heard of any crime which I might not have committed.« ...und Thomas Mann hat es dann wieder ins Deutsch übersetzt ... Regina Schuchhardt Im Gemeindeabend wurde dies obige angebliche Goethezitat angesprochen, und zunächst wusste keiner die Herkunft. Nun hat Frau Schuchhardt es ausgeforscht (danke!); zwischen »Fehler« und »Verbrechen« besteht ja immerhin ein Unterschied... Frank Hörtreiter zurück zum Themenüberblick»» Eine Aktivität unserer Konfirmanden ... Im vergangenen Herbst machten sich unsere Konfirmanden die dieses Jahr am 8. Mai (siehe Programm) konfirmiert werden, jeweils zu zweit, manche sogar alleine, auf den Weg zu Besuchen bei einigen langjährigen Gemeindemitgliedern. Durch diese Begegnung sollten die jungen, in die christliche Gemeinschaft Hineinwachsenden die Gelegenheit bekommen ältere und erfahrene Mitglieder kennenzulernen. So eine direkte Begegnung ist ja viel lebendiger und überzeugender, als wenn sie nur von den Menschen und deren Mitarbeit im Gemeindeleben erzählt bekommen. Wir hatten vorher im Konfirmandenunterricht einige Fragen zusammen überlegt, die in dem Gespräch gestellt werden könnten, z.B. wie die Christengemeinschaft kennengelernt wurde, zum Verhältnis zu anderen Konfessionen, zum Engagement in der Gemeinde und auch zu den Gedanken der älteren Generation zur Jugend. Für die meisten Jugendlichen war das natürlich eine kleine Überwindung, aber schon bald nach der Begrüßung war »das Eis gebrochen«. Es folgen einige Zitate aus den kleinen Berichten, die die Konfirmanden von den Besuchen verfasst haben: Über die Gesprächsatmosphäre: »Meine Klassenkameradin und ich wurden sehr sehr freundlich empfangen. Es war einfach eine wunderbare Stimmung. Manchmal entstand eine Stille, aber wirklich peinlich wurde es nicht.« Eine andere schreibt: »Ich erfuhr, dass sie schon andere Kirchen besucht hatte, was mich sehr interessierte.« Wieder andere hörten von ihren Gastgebern »....dass die Christengemeinschaft ein großer Teil ihres Lebens ist. Und wenn sie z.B. umgezogen sind und in der neuen Stadt in der Christengemeinschaft waren, haben sie sich gleich ein Stück zu Hause gefühlt.« Erstaunt waren einige Konfirmanden darüber, was da zur heutigen Jugend gesagt wurde, eine schreibt: »Was mich sehr überrascht hat war, dass sie von der Jugend beeindruckt ist, weil diese sehr kreativ ist. Ich dachte, etwas ältere Menschen würden sich über die meisten lauten Jugendlichen beschweren«. Ein Konfirmand berichtet: »Sie halten die Jugend für mutig, denn die haben es schwer sich auf dem Arbeitsmarkt einen Job zu erkämpfen.« Oder auch: »Sie findet, dass die Jugend heute sehr viel weiter ist als die frühere. Heutzutage machen sie sich viel mehr Gedanken über die Welt und die Menschen.« Aber auch umgekehrt im Blick auf die ältere Generation gab es wohl manche Überraschung: »Besonders beeindruckend fand ich, dass sie viel über die moderne Zeit wussten und dass Herr.... sogar auch programmieren kann, was man ihm nicht unbedingt ansieht.« Als kleines Fazit schreibt einer: »Am Ende denke ich, dass für einige Menschen die Christengemeinschaft in ihrem Leben unverzichtbar ist.« Und auch: »Nach dem Gespräch hatte ich eine viel bessere Meinung von der Kirche.« So sei hier noch einmal allen, die diese Begegnungen ermöglicht haben, ein ganz herzlicher Dank ausgesprochen. Für Ihre Zeit, denn eine Konfirmandin schreibt: »Wir waren insgesamt zwei Stunden bei den netten Leuten«, aber vor allem für die offene und entgegenkommenden Art mit der Sie die jungen Menschen empfangen haben. Martina Alexi zurück zum Themenüberblick»» Startseite | Kontakt | Impressum | Links | Literatur | Hildesheim | Benefeld |
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