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Johanni - Sommer 2009
Gemeindebrief
Editorial | Nachmittag | Ein gelungenes Treffen | Das kleine Johannifest im großen Kirchgarten | Zwei Sommerabende mit dem „Eisenhans" | Gesprächsabende zur praktischen Religion | Das Redentiner Osterspiel | Goldene Konfirmation | Zum 200. Geburtstag von Charles Darwin | Ora et Labora Herbst 2009 | Flüsse sind individuell | Evangelischer Besuch bei uns | Porto-Sparen und schneller Versand? | Wir wachsen gerne überall (Rätsel) | Einladung | Kinder-Nachmittag | Aus dem Religionsunterricht einer 12. Klasse
Liebe Gemeinde,
als Jugendlicher nahm ich noch an Johanni-Treffen teil, wo wir - nach mächtig loderndem Feuer mit Singen, Feuerspringen und vielen Liedern und sogar Orchesterkonzerten - mitten im Walde im Freien die Menschenweihehandlung feierten. Das sind vergangene Zeiten, und die Menschenweihehandlung in freier Luft habe ich schon damals als ein bisschen arg „jugendbewegt" empfunden.
Aber die vollentfaltete sommerliche Natur half doch zu der Frage: wie ist das mit der Hingegebenheit an das „Draußen" und der Innerlichkeit, die wir demgegenüber entwickeln sollen? Johanni und der Sommer stellen einen Umschwung im Jahre dar: wenn der Höhepunkt überschritten ist, beginnt schon leise der Abstieg. Es ist eine gute Gelegenheit, sich schon auf eine Einkehr vorzubereiten, auf die Sprache des Gewissens, die vom Täufer angeregt wird, und damit auf den Weg auf Michaeli.
Zu den Merkmalen der Christengemeinschaft gehört, dass wir zu den großen Jahresfesten auch Johanni und Michaeli hinzufügen - zwei Feste, die sonst in Mitteleuropa nicht so sehr beachtet werden. Emil Bock („Kreis der Jahresfeste") und Friedrich Rittelmeyer („Das Heilige Jahr" haben sehr geholfen, die Folge von Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten zum Kreis zu ründen; ihre Bücher sind immer noch aktuell. Eine frohe, naturzugewandte Sommerzeit und einen rechtzeitig gestalteten Umschwung in die dunklere Jahreszeit wünscht Ihnen herzlich Ihr
Frank Hörtreiter
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Rückblick, Cali-Nachmittag
Gestern war Andreas Loos bei uns und hat (zwischen den Berliner Priesterweihen am Samstag und Sonntagmorgen) höchst lebendig über unsere Gemeinde in Cali / Kolumbien gesprochen. Es war schön, dass sich aus der Gemeinde - und auch aus dem davor in unserem Hause versammelten "Norddeutschen Studienkreis" - so viele Menschen einfanden.
Vor seiner Abreise verriet Herr Loos mir noch, wofür er das gespendete Geld verwenden will: in Cali wird immer mal wieder - ohne Vorwarnung - die Wasserversorgung eingestellt. Die Gemeinde möchte auf dem Dach einen Tank anbringen, um derlei Durststrecken zu überbrücken. Einen herzlichen Dank also, und ebenso auch an die Helfer, die für reichlich Kaffee, Kuchen und Saft gesorgt haben.
Frank Hörtreiter
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Ein gelungenes Treffen
Liebe Leser, was würden Sie über eine Veranstaltung denken, nach deren Ende nur einige Teilnehmer gleich nach Hause eilen und die anderen in kleinen Gruppen weiterreden, lachen, diskutieren? Man mag denken, dass die Veranstaltung irgendwie gut war, nicht wahr?!
So war unser Ministrantentreffen am letzten Montag tatsächlich: anregend, interessant - irgendwie gut. Dabei haben wir gar keine großen, schweren Themen gewälzt, sondern haben über unser eigenes Empfinden beim Ministrieren (und wenn wir als Ministranten nicht ministrierend in der Gemeinde sitzen) gesprochen. Angeregt von der Aussage, dass wir Ministranten „Repräsentanten der Gemeinde" seien, fragte uns Frau Alexi, ob wir uns denn auch so fühlen. Nach einem zögerlichen „Ja, ein bisschen" über „Nein, nicht wirklich" wurden die geäußerten Empfindungen immer differenzierter und ergaben dann ein wunderbares facettenreiches Bild, das die wirklichen Wahrnehmungen und Gefühle der Anwesenden enthielt.
Das Thema wandelte sich im Gespräch und irgendwann vertieften wir die Frage, wie „Fehler" der Ministranten wirken und warum auch jahrzehntelange Übung nicht vor Fehlern schützt. Was wird überhaupt als Fehler oder Patzer wahrgenommen? Im falschen Moment los laufen? Wasser und Wein falsch herum anreichen? Zu perfekt sein und damit steif wirken? Auch hier gab es wieder so viele Meinungen wie Menschen im Raum waren. In einem waren wir uns einig: Wir wollen die Weihehandlung so würdig wie menschenmöglich mittragen und wenn Fehler passieren - nun ja ... Ob die Engel das auch so tragisch nehmen wie wir?
Eigentlich schade, dass Sie, lieber Leser und Nicht-Ministrant nicht dabei waren und dazustellen konnten, wie Sie uns Ministranten dort vor dem Altar empfinden. Auch wenn wir an den Ministrantenabenden meistens ein paar praktische Dinge besprechen, die für nicht-ministrierende weniger interessant sind, hätten wir Sie zu den anderen Themen gern dabei. So sind Sie ebenso wie alle Ministranten ganz herzlich eingeladen zum nächsten Ministranten-Abend am Montag, 17. August 2009 um 19.30 Uhr. Die Abende finden etwa vierteljährlich statt, die Termine stehen im Programm.
Thea Suberg
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Das kleine Johannifest im großen Kirchengarten
Wie im letzten Jahr werden wir uns unter der großen Kastanie zu einem gemütlichen Johannifest treffen. Vielleicht lassen wir wieder die Gartengeräte rhythmisch erklingen, vielleicht bringt jemand etwas leckeres zum Essen mit (bitte nur Fingerfood) und vielleicht lassen wir ein richtiges kleines Johannifeuer brennen.
Vielleicht haben Sie auch noch eine andere schöne Idee? Bitte sagen Sie mir, wenn Sie etwas beitragen wollen - wegen der Koordination. Auf jeden Fall sind Sie alle sehr herzlich eingeladen: am Johannitag, Mittwoch, 24. Juni um 19.00 Uhr im Kirchgarten
Martina Kost, Tel. 0511/88 37 02
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Zwei Sommerabende mit dem "Eisenhans"
An zwei Abenden wollen wir uns mit den Bildern des Märchens der Brüder Grimm "Der Eisenhans" beschäftigen. Zunächst wird am ersten Abend das Märchen von Frau Graewe auf Ihrer Morgensternbühne gezeigt und erzählt. Anschließend wollen wir uns einzelnen Motiven, die in den Märchenbildern aufleuchten und uns auf dem Weg von Johanni bis Michaeli begleiten können, im Gespräch nähern. Am zweiten Abend kann das weiter fortgesetzt und vertieft werden.
Martina Alexi
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Gesprächsabende zur praktischen Religion
Im letzten Jahr haben wir über die unterschiedliche Möglichkeit gesprochen, wie Mann und Frau eine christliche Ehe führen können. Auch die Praxis des Betens war ein Thema. Nun sollen diese Gesprächsabende eine Fortsetzung finden: „Beten mit Kindern, Kranken und Sterbenden" .
Es ist für Erwachsene manchmal leichter, nicht „für sich" zu beten, sondern eben für andere. Aber dies hat je einen verschiedenen Ansatz, je nach dem, ob man dabei an junge Menschen denkt, oder auch an Menschen in besonderen Nöten oder an der Todesschwelle (bis hin zum Selbstmord).
Der zweite Abend "Wie unterscheiden sich Mann und Frau in ihrer Frömmigkeit?" schließt noch einmal an das Trausakrament an. Doch kann es auch hilfreich sein, wenn Menschen einander gesprächsweise mitteilen können, wie die eigene Existenz als Mann oder Frau das Gebetsleben prägt. Haben Sie keine Angst, dass solche Gespräche zu sehr die eigene Befindlichkeit bloßlegen und dadurch womöglich drückend wirken: die bisherigen Abende waren durchaus lebendig, ja erheiternd.
Frank Hörtreiter
Beten mit Kindern, Kranken und Sterbenden
am Donnerstag, 06. August 2009 um 20.00 Uhr
mit Friedlieb Häckermann und Frank Hörtreiter
Wie unterscheiden sich Mann und Frau in ihrer Frömmigkeit?
am Donnerstag, 20. August 2009 um 20.00 Uhr
mit Martina Alexi und Frank Hörtreiter
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Im Garten
Auf dem Rosenbeete knospen
blühn und welken sonnentrunken
dunkelrote Sommerrosen.
Aus dem Grottenbaume leuchten
schon die reifen, süßen Kirschen.
Vor der Mauer sind die ersten
Feuerlilien aufgegangen.
Und aus dunkler Laube staunen
blaue Blütenaugen der Clematis
traumbefangen in die Welt.
Maria Christiane Benning
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Werbung! Zum Mitmachen!
Seit Herr Hörtreiter wieder bei uns in Hannover als Pfarrer tätig ist, wurde bei einigen älteren Gemeindemitgliedern die Erinnerung an das Redentiner Osterspiel (Christi Höllenfahrt!) sozusagen wieder hellwach:
„Wisst Ihr eigentlich noch, wie schön es war, als damals vor Ostern immer das Redentiner Osterspiel anzuschauen war?" und „Wisst Ihr noch, wie schön die Probezeiten waren?" ....Aus derartigen Ausrufen und Erinnerungen von uns „Veteranen" gab es vor einiger Zeit eine erste Anfrage bei Herrn Hörtreiter, ob er bereit wäre, dieses Spiel mit einer neuen Spielerschar nach so vielen Jahren wiederum einzuüben. Und Herr Hörtreiter ist bereit! Zum Wiedereinstieg soll im Rahmen des Gemeindeforums am 13.8.2009 um 20.00 Uhr dieses Spiel einer neuen Spielerschar vorgestellt und ans Herz gelegt werden.
Da wir eine ziemlich große Spielerschar benötigen wäre ein reges Interesse für dieses Vorhaben bei Jung und Alt, bei Hinterweltlern, Jugendkreis und eben den „Veteranen" wunderbar! Eine neue Chance für die Gemeinde - mit der Gemeinde dieses mittelalterliche Osterspiel neu erstehen zu lassen.
Als „alte Spieler" grüßen herzlich
Ennecke von Kries und Ingrid Töllner
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Das Redentiner Osterspiel
(laut Wikipedia)
Ich hatte vom Redentiner Osterspiel noch nie etwas gehört und deshalb bei Wikipedia nachgesehen: Redentin ist ein Hof bei Wismar, der zum Zisterzienserkloster Doberan gehörte und heute Ortsteil von Krusenhagen ist. (Es gibt auch noch ein Reddentin, aber das liegt in Pommern.) Das Redentiner Osterspiel wurde 1464 hier in Mittelniederdeutscher Sprache aufgeschrieben.
Die Niederschrift befindet sich heute in der Landesbibliothek Karlsruhe. Das Mysterienspiel schließt sich an eine Osterpredigt an, in der der auferstandene Christus in fünffacher Weise mit der Sonne verglichen wird. „Es ist denkbar, dass die Predigt ein integraler Teil der Aufführung des Spiels war." (Wikipedia) Es beschreibt das Geschehen zwischen Karfreitag und Ostern als Höllenfahrt Christi und seinen Sieg über Teufel und Tod. „Die Teufelsszenen des Redentiner Osterspiels sind von auffallender Ausgestaltung und dichterischer Qualität.
In ihnen ist das, was in anderen christlichen Osterspielen im Haupttext thematisiert und zitiert wurde, bereits atmosphärisch realisiert. Mit Hilfe von inhaltlichen Ergänzungen, die sich in Techniken wie der Individualisierung der Hauptfiguren, dem Spiel mit divergierender Informiertheit und der Figurenkonstellation zeigen, vollzieht sich die Dramatisierung des Antagonismus' von Gott und Teufel." (Wikipedia)
Thea Suberg
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Goldene Konfirmation
auch in diesem Jahr wird in unserer Gemeinde von Menschen, die 1959 oder früher konfirmiert wurden, die goldene Konfirmation im Rahmen eines Seminars gefeiert. Der einleitende Vortrag von Herrn Dr. Erhard Kröner ist öffentlich. Sie sind herzlich eingeladen zu dem Thema
Der Organismus der sieben Sakramente -Wie gehören Taufe und Konfirmation zusammen? Am Freitag, den 04. September 2009 um 20.00 Uhr
Michael und Ennecke von Kries, Helmut und Angelika Wegener, Dr. Erhard Kröner
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Zum 200. Geburtstag von Charles Darwin
Dass die Entstehung der Welt nicht ein einmaliger Akt gewesen sein kann, sondern allenfalls der Ausgangspunkt einer Entwicklung ist, war eine bedeutende Entdeckung. Die Schlüsse, die daraus bis heute gezogen werden - die Abstammung des Menschen vom Tier und der Kampf ums Dasein als Motor der Entwicklung -, sind aber nicht nur aus religiöser Sicht zu befragen.
An dem Beispiel zweier Geologen, die 2 1/2 Jahre notgedrungen in der Wüste überleben müssen, zeigt sich aus ganz nüchterner Beobachtung zweier Wissenschaftler, die den „Darwinschen Bedingungen" existenziell ausgesetzt sind, dass die Entwicklung überraschend anderen, vielfältigeren Gesetzen folgt, die gar nicht wissenschaftlich-nüchtern klingen. Welche Folgen hat das für unser Menschenbild? Auf diese Fragen werden die beiden Vorträge - den zweiten wird Gerhard Palmer aus Leipzig halten - im September eingehen.
Claudio Holland, Braunschweig
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Ora et labora, Herbst 2009
Es ist schon zu einer guten Tradition geworden, dass wir unserer Michael-Kirche, dem Gemeindehaus und dem Kirchgarten jeweils im Herbst zu frischem Glanz verhelfen. So planen wir für Samstag, den 12. September wieder einen Feier- und Arbeitstag in unserer Gemeinde.
Nach der Menschenweihehandlung wollen wir ab 10.00 Uhr gemeinsam viele Arbeiten in der Kirche, im Haus und im Garten verrichten, die außerhalb der täglichen Routine liegen. Wenn Sie Freude daran haben, einige Stunden mit anderen tüchtigen und fröhlichen Menschen zusammen zu arbeiten, merken Sie sich bitte diesen Termin bereits jetzt vor. Selbstverständlich wird dafür gesorgt werden, dass unsere „Mitarbeiter" nicht hungern oder dürsten müssen.
Tragen Sie sich dazu bitte rechtzeitig in die ab Ende August im Gemeindehaus aushängende Liste ein. Dort können Sie auch vermerken, bei welchen Aktionen Sie bevorzugt mitarbeiten möchten. Es freuen sich schon heute auf dieses gemeinschaftliche Vergnügen mit Ihnen Anne-Marlen und Rudolf Kreutz
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Flüsse sind individuell
Der „gesellige Nachmittag" wird am 07. September die unverwechselbare Eigenart von Flüssen zum Thema haben. Wir bereisen seit Jahren auf dem Fahrradsattel Flüsse von der Quelle an und können ein bisschen davon erzählen. Bringen Sie gerne auch Ihre eigenen Berichte ein! Noch ein Hinweis: Joachim von Königslöw hat ein schönes Buch über „Flüsse Mitteleuropas - zehn Biographien" geschrieben (Verlag Urachhaus, Stuttgart 1995); es ist im schönsten Sinne „Lesefutter".
Regina und Frank Hörtreiter
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Evangelischer Besuch bei uns
Am 12. und 13. November wird sich eine Gruppe von evangelischen Pastoren mit der Christengemeinschaft beschäftigen, und dies geschieht - eine schöne, wenn auch nicht überall übliche Sitte - in Form eines Besuches in unserer Gemeinde. Wir werden Gespräche führen, wozu auch Glieder unserer Gemeinde willkommen sind.
Damit dies nicht allzu zufällig oder gar chaotisch abläuft, sollten wir uns vorher verständigen. Wer daran also teilnehmen möchte, möge sich mit mir abstimmen. Aus Anlass des Bremer Kirchentages haben wir ja darüber gesprochen, wie es manche sehr schöne Zusammenarbeit gibt, wie aber auch „Sprachgrenzen und -Brücken zwischen Christen" bestehen. Wie sehen uns die „Andern"? und wie sind wir - oft unbeabsichtigt - Ursache für schiefe Bilder?
Sind wir eine Sekte?
Wir halten diese Einstufung für falsch und herabsetzend. Früher bedeutete Sekte (dieser Name kommt von lateinisch „sequi" = folgen) wertfrei eine religiöse Strömung. Im 20. Jahrhundert bekam das Wort „Sekte" zunehmend den Beigeschmack von Engstirnigkeit, Fanatismus, Unduldsamkeit und Alleinvertretungsanspruch. Im großkirchlichen Sprachgebrauch wird „Sekte" gern in scharfer Abgrenzung zu „Freikirchen" (unter welcher Rubrik unsere Gottesdienste erfreulicherweise in der hannoverschen Zeitung stehen) verwandt. Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen hat vor Jahrzehnten versucht, diese diskriminierende Bezeichnung zu tilgen, aber sie hat sich gegenüber der Kirchenbürokratie - vor allem den „Sektenbeauftragten" - nicht durchsetzen können.
Merkmale einer „Sekte" sind in diesem Sprachgebrauch:
bestimmte Teile aus der Bibel - anstelle der ganzen Heiligen Schrift - werden überbewertet;
einem besonderen Prophet (meistens dem Gründer der Gemeinschaft) muss geglaubt werden, sogar mehr als der Bibel;
andere Kirchen werden abgewertet;
sozial grenzen sich die Mitglieder von anderen Christen ab;
die Ökumene wird also abgelehnt.
Es gibt Kirchenvertreter, die uns allen Ernstes in Bezug auf alle hier genannten fünf Punkte als Sekte sehen. Auch wenn alle Gemeinschaften ständig gegen Fanatismus, Hochmut und Unduldsamkeit angehen müssen: wir hoffen, dass die hier genannten Merkmale für uns nicht typisch sind, dass wir also gesprächsfähig sind. Auch im Praktischen suchen wir Frieden und Zusammenarbeit mit anderen Christen.
Frank Hörtreiter
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Porto-Sparen und schnellerer Versand?
Auf den Aufruf im letzten Gemeindebrief sind einige freudige Meldungen eingegangen. Aber ich könnte mir denken, dass noch mehr Gemeindeglieder und Interessenten die Möglichkeit nutzen möchten, den Gemeindebrief unmittelbar per Mail zu erhalten und dadurch sofort informiert zu sein und sogar der Gemeinde Portokosten und Mühe für die Anfertigung und den Versand zu sparen.
Es gibt keinen Grund, irgendjemanden zu drängeln: wer den gewohnten Versand weiterhin erhalten will, der bekommt ihn gern, Aber da ich z.B. gemerkt habe, dass fast alle Konfirmandeneltern gerne diese neue Versandart annehmen, möchte ich noch einmal fragen: wer will in die elektronische Liste hinein? Der möge mir eine Mail senden; dann habe ich gleich eine fehlerfreie Adresse.
Frank Hörtreiter alias hoertreiter@gmx.de
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Kinder und Jugend
Wer weiß es...?
Wir wachsen gerne überall,
so viel gibt es zu sehen,
wenn hohen Sommers Hitzeschwall
und schwüle Winde wehen.
Wir selber wachsen lang und länger
oder stehen kugelig da,
die Beete werden eng und enger
durch unsere bunte, muntere Schar!
In Gelb und Weiß, Orange und Rot
wir blühen duftend dir entgegen -
wirst selber munter, wenn auf dein Brot
tust Blätter, Blüten von uns legen.
Wir können leben nur in Wärme,
der erste Frost uns schadet sehr -
sind Sommers Kinder: Oh, wie gerne
wir unsere Kraft dir geben her!
Elisa Veronica Stern
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Zirkus in Lüsche
Einladung an alle Gemeindemitglieder und Freunde zum Zirkus in Lüsche. Auch in diesem Jahr wird wieder ein Zirkusprojekt den Schwerpunkt des Ferienlagers bilden. Wir freuen uns, wenn Sie (ebenso wie die Eltern der Kinder und auch die Dorfbewohner) uns in Lüsche zur Aufführung am Sonntag, dem 02. August 16.00-17.30 Uhr besuchen.
Es wird zwar zeitlich ein bisschen knapp sein, weil wir den Kindern danach Ruhe gönnen möchten, aber für eine kleine Erfrischung der Gäste nach der Aufführung reicht es bestimmt. Lüsche liegt östlich von Celle und ist eine gute Autostunde von Hannover entfernt. Eine Anfahrt-Skizze wird im Gemeindehaus ausliegen.
Regina und Frank Hörtreiter
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Kinder-Nachmittag
Das Lüscher Helferteam trifft sich nach dem Kinderferienlager wieder vom 25. bis 27. September. Wie immer laden wir die Kinder ein zu einer Spiel-, Sing- und Gesprächsrunde am Samstag, dem 26. September, 15.00 - 16.30 Uhr. Alle Kinder aus der Gemeinde sind hierzu willkommen!
Regina und Frank Hörtreiter
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Aus dem Religionsunterricht einer 12. Klasse
„Wenn Liebe die Antwort ist, können Sie mir dann bitte die Frage noch einmal formulieren?" Lily Tomlin
In einer Hausarbeit sollten die Schüler versuchen, den Wunsch der in dem oben genannten Zitat geäußert wird zu erfüllen und Fragen finden, auf die „Liebe" die Antwort sein könnte. Dazu mussten sie sich erst einmal fragen, was für sie selbst Liebe überhaupt bedeutet. Es folgt eine kleine Auswahl von Bruchstücken dieser Versuche.
„Liebe ist: das himmlische im Menschen, die Nahrung des Herzens."
Frage: „Was ist der Wert des Lebens?"; Antwort: „Die Liebe"
Frage: „Was ist es, was zwei Menschen die Kraft gibt, einen gemeinsamen Weg mit allen Schwierigkeiten zu bestreiten?"
„...Eine unerfüllte oder zerbrochene Liebe lässt das Leben erstmal sinnlos erscheinen. Aber, wer sich schon einmal beim lauten Singen, bei gleichzeitigem Hüpfen und ununterbrochenem Dauerlächeln erwischt hat... wird mir zustimmen, dass ohne die Liebe das Leben sehr trist wäre...Frage: Was macht einerseits das Leben zur Hölle und ist dann wieder der einzige Grund zu leben? Antwort: Die Liebe."
„Liebe ist meiner Meinung nach der Mensch und sein Leben. Liebe ist ein grundlegendes Bedürfnis, wie jeder Mensch Brot braucht. Wieso sollten wir dann so tun, als ob Liebe der Kuchen wäre."
Vielen Dank, Frau Alexi, für diesen kleinen Einblick in Ihren Unterricht.
Vielen Dank, liebe Schüler, für Ihre wunderbaren Denk-Anregungen.
im Namen der Redaktion: Thea Suberg
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