Michaeli
Advent - Weihnachten 2008

Gemeindebrief

Ora et labora 2008 | Zum 80. Geburtstag von Klaus Knigge | Michaeli - Wendezeit | Einladung zum Michaelifest | ...eure Namen...in den Himmeln... | Ton, Impuls und Gemeinschaftsbildung | Andacht zum Totensonntag | Begleitung an der Todesschwelle | Drei Predigten in der Adventszeit | Einladung zum Ferienlagertreffen | Wie man Hochrad fahren lernt | Zirkus im Kinderferienlager | Eine Information für pflegende Angehörige | Die Weihehandlung besser hören | Krokus und Herbstzeitlose | Wir suchen und bieten...

Liebe Gemeinde,

Geistiger Kampf und Wille zur Ruhe im Sturm - das können Motive sein für die Zeit von Michaeli bis zum Advent. In den Tagen, in denen diese Zeilen geschrieben werden, erleben die Menschen im Kaukasus wieder einen "klassischen" Krieg um Gebiets- und Herrschaftsanspräche.

Wie mag es unserer jüngsten Schwestergemeinde in Tbilissi gehen? Wir denken mit Sorge und Mitgefühl nach Georgien, einer der Ältesten christlichen Kulturen. Möge die Adventszeit für die Menschen dort ein Aufatmen bringen, zumindest angesichts des Appells, den die Lukas-Apokalypse bietet: "Wenn diese Dinge beginnen, dann erhebet das Haupt, denn Eure Erlösung naht!"

Mit herzlichen Grüßen, auch im Namen der anderen Gemeindepfarrer,
Ihr Frank Hörtreiter


Unter den Sternen
Wer in der Sonne kämpft, ein Sohn der Erde,
und feurig geißelt das Gespann der Pferde,
wer brünstig ringt nach eines Zieles Ferne,
von Staub umwölkt, wie glaubte der die Sterne?

Doch das Gespann erlahmt, die Pfade dunkeln,
die ewgen Lichter fangen an zu funkeln
die heiligen Gesetze werden sichtbar.
Das Kampfgeschrei verstummt. Der Tag ist richtbar.
C.F.Meyer


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Vorhaben und Veranstaltungen
Ora et labora 2008

Auch eine Kirche braucht Ordnung und Sauberkeit, ebenso wie das Gemeindehaus und unser großer Kirchgarten. Darum laden wir unsere Mitglieder und Freunde für Samstag, den 20. September 2008 zu einem gemeinsamen Arbeits- und Feiertag ein.

Nach der Menschenweihehandlung wollen wir ab ca. 10.00 Uhr den jährlichen Großputz in unserer Michael-Kirche starten. Daneben freuen sich auch der Keller und der Garten über fleißige Hände. Die mitgebrachten Fähigkeiten der Helfer werden entscheiden, welche weiteren Aktionen möglich werden.

Für die gemeinsame Beköstigung, für die Frau Maus die Koordination übernommen hat, tragen Sie sich bitte rechtzeitig in die im Gemeindehaus aushängende Liste ein. Dort können Sie auch vermerken, bei welchen Aktionen Sie bevorzugt mitarbeiten möchten. Wenn uns dann auch noch die Sonne freundlich zulacht, können wir uns auf ein fröhliches Gemeinschaftserlebnis freuen. Ihre Fragen zu dieser Aktion beantworten die Mitglieder des Gemeinderates gern.
Anne-Marlen und Rudolf Kreutz


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Zum 80. Geburtstag von Klaus Knigge

In diesem Jahr begeht unser lieber Organist Klaus Knigge - wie seine unermüdlich registrierende Frau Ingrid Knigge - den 80. Geburtstag (05.Oktober). Das soll durch einige besondere Anlässe gefeiert werden. Als erstes haben wir Prof. A. Rondthaler aus Hamburg zum Konzert am 03. Oktober 2008 (Feiertag), 20.00 Uhr gewonnen! Wir dürfen wieder u.a. auf eine große Orgel-Improvisation gespannt sein.
Nach der Weihehandlung am Sonnabend, 04. Oktober 2008 wird von 10.15 - 11.45 Uhr ein offenes Gespräch sein: Die Musik im Gottesdienst. Wesen, Form und Kraft.

Am Nachmittag um 17.00 Uhr dürfen wir teilhaben an einem Bericht unseres Jubilares aus seiner langen Wirksamkeit als Musiker und Lehrer; mit einem gemeinsamen Imbiss, für den zu Händen von Frau E. v. Kries freundlich Zubereitetes erbeten ist.
Dr. Erhard Kröner

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der Weg weist nach innen
Michaeli - Wendezeit

Nach den verströmenden Kräften der Natur, welche uns in den letzten Monaten begleiteten, verändert sich Licht, Luft und Flur. Früchte werden reif, der Kosmos ruft auf zum Innehalten. Wachstumskräfte werden gestaut und gestalten Verdichtung. Kastanien fallen vom Baum, die Schale piekend, offenbaren sie innen wohltuend, schmeichelnd Festes, hart genug um Widerstand zu bieten den tastenden Fingern, weich genug um die Erde beim Herabfallen mit einem kleinen Hüpfer zu begrüßen.

Als Kind lebte ich einige Jahre in den Tropen, dort wo nahe dem Äquator die Sonne mittags um zwölf ganzjährig keinen Schatten wirft, wo es immer heiss und schwül ist. Die Familie kehrte zu Beginn des Septembers nach Deutschland zurück - wie wohltuend war es in die goldene, kühle Klarheit unseres mitteleuropäischen Herbstes einzutauchen. Ein Fest des vom Kosmos gehaltenen zu mir Kommens.

Als erwachsene Frau lernte ich das Michaelsfest kennen, ein feierliches Innehalten an der Pforte, die jahreszeitlich Eingang gewährt...
...in die Zeit von Innerlichkeit
und des auf sich und seine Herzenssonne zurückgeworfen Seins
...in die Zeit des Erntedank
...in die Zeit der Fülle
...in die Zeit des Nüsse Knackens
Es gibt in unserer Gemeinde, neben der Gemeinschaft im Kultus, das tiefe Bedürfnis nach Gemeinschaft im Sozialen, nach Gemeinschaft zwischen Alt und Jung und Fü4lle in unseren grooßen Räumen. Viele verschiedene Impulse suchen diese Gemeinschaft.

In meiner Wahrnehmung eine Nuss die zum Knacken bereit liegt!
Über den Sommer entstand die Idee, Michaeli 2008 mit einem Gemeindefest zu feiern, an dem wir Jung und Alt, Fremd und Vertraut, Ich und Du, Spiel und Einkehr, Leib und Magen, und vieles mehr an unseren Ort einladen wollen. Es entstand der Wunsch den kultischen Sonntag mit Sonntagshandlung und Menschenweihehandlung mit Begegnung und der michaelischen Andacht für Familien zu verbinden und dazu die Braunschweiger Gemeinde einzuladen.
Renate Beirle

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Einladung zu unserem Michaelifest

am Sonntag, 05. Oktober 2008
mit Weihehandlung,
Sonntagshandlung für die Kinder und Andacht,
mit Spiel und Spaß und mit Essen und Trinken

Wir haben die Braunschweiger Gemeinde zu Gast gebeten. Und wir freuen uns, wenn Gross und Klein, Jung und Alt und auch mitgebrachte Freunde und Verwandte kommen und das von uns Vorbereitete mitmachen und geniessen.

09.15 Uhr Sonntagshandlung für die Kinder
10.00 Uhr Weihehandlung (mit Kinderbetreuung)
11.15 Uhr Sonntagshandlung für die Kinder (für die, die erst später kommen können oder möchten)
12.30 Uhr Mittagessen, Kaffee, Kuchen, usw.
15.00 Uhr Andacht
16.00 Uhr Ende des vorbereiteten Teils
dazwischen »michaelische« Spiele, Klönschnack und gute Laune sowieso

Der Vorbereitungskreis hat noch viel Arbeit zu vergeben! Das reicht von Hinräumen über Spiele betreuen, Backen, Abwaschen bis Wegräumen. Wenn Sie helfen möchten oder etwas beisteuern können, melden Sie sich bitte bei Gisela Rilke,
Tel. 0511/65 38 11 oder Siegrun Noga, Tel. 0511/ 613 79 35

der Vorbereitungskreis:
Mirja Heidrich, Renate Beirle,
Siegrun Noga, Gisela Rilke, Martina Alexi, Thea Suberg

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Gemeindeabend, 30. Oktober 2008 um 18.30 Uhr
Wer sind eigentlich die Menschen, die...

...immer die Küche aufräumen, ...ministrieren, ...im Garten jäten, ... Ältere Gemeindemitglieder in die Weihehandlung begleiten, ...die Termine mit den Musikern abstimmen, ...die Blumenvasen füllen, ...das Brot für die Weihehandlung backen,...die Spendenbescheinigungen schreiben,
...die vielen Arbeiten in unserer Gemeinde erledigen?

Wir laden alle ehren- und auch amtlichen, gelegentlich oder oft helfenden und arbeitenden Menschen unserer Gemeinde - und vor allem auch die Nutznießer - ein zu einem Gemeindeabend mit kleinem Abendessen, zum Danke sagen und zum Klarstellen, bei wem wir uns für was bedanken können.

Die Gemeinde begegnet ihren ehrenamtlichen Helfern
am 30. Oktober 2008 um 18.30 Uhr im Gemeindehaus
Für den Vorbereitungskreis:
Barbara Heimann

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Donnerstag, 06. November 2008 um 20.00 Uhr
Vorangehen und Folgen - ein Skandalon?

In jeder Trauung - sei sie nun »grün«, »silbern« oder »golden« - werden die Rollen von Mann und Frau unterschiedlich beschrieben, ja sogar deren Wesenheit verschieden angesprochen. Nun ist aus der Gemeinde die Anregung gekommen, dass wir einmal gesprächsweise diese Motive behandeln. Sind Mann und Frau verschieden? Was würde daraus folgen für die Ehe? Wir hoffen auf Ihre Beteiligung, ja auch dass Sie Ihre eigenen Erfahrungen hierzu beisteuern!

Donnerstag, 06. November 2008 um 20.00 Uhr
Martina Alexi und Frank Hörtreiter

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Donnerstag, 13. November 2008 um 20.00 Uhr
»...freut euch,
dass eure Namen eingeschrieben sind in den Himmeln.«
Lk 10, 20

An einem der drei Sommerabende, im Gespräch über den Weg, den uns die Evangelienlesungen zwischen Johanni und Michaeli führen, kamen wir Über die Bedeutung des Namens, wie er an dieser Stelle genannt wird, recht intensiv ins Gespräch.

Es kamen Fragen auf wie "Dürfen/müssen wir uns hier auch gemeint fühlen?" oder "Was für ein Name ist denn da überhaupt gemeint? Da muss doch mehr dahinter stecken als der bürgerliche Name, mit dem wir beim Standesamt eingeschrieben sind."

Wie immer war die Zeit viel zu kurz um all dem annähernd gerecht zu werden. So wollen wir am Donnerstag, 13. November 2008 um 20.00 Uhr diesen und vielleicht noch anderen Fragen, die Sie zum Thema "Namen" mitbringen, weiter nachgehen. Wobei die Teilnahme im Sommer nicht Voraussetzung ist.
Martina Alexi

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Ton, Impuls und Gemeinschaftsbildung

Töne können Mutproben sein!
ToJona lädt ein. Wir singen auch Gemeindelieder.
Gäste - auch nur mal so zum Reinhören -sind herzlich willkommen.
Dorothea Birnbaum und Michael Müller

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Samstag, 22. November 2008 um 18.00 Uhr
Andacht zum Totensonntag

Jeden Tag in der Menschenweihehandlung werden die Verstorbenen, die uns voran gegangenen, angesprochen und mit einbezogen. In jedem persönlichen Gebet kann ich Verstorbene begleiten. Welchen Sinn hat da eine Andacht am Totensonntag einmal im Jahr?

Mit diesen Fragen hat sich eine kleine Gruppe in der Gemeinde in den letzten Monaten beschäftigt, um die Gestalt der Andacht zum Totengedenken, die in den letzten zehn Jahren in unserer Gemeinde verschiedene Formen durchlaufen hat, neu zu fassen. Die vielfältigen Gedanken haben zu folgendem Ergebnis geführt:

Auch am Totensonntag ist die Menschenweihehandlung in unserer Gemeinde der religiöse Höhepunkt des Tages, der die Verstorbenen und unserer Beziehung zu ihnen mit einbezieht. In diesem Jahr wollen wir die Andacht am Vorabend um 18.00 Uhr feiern. Wir sehen sie als Vorbereitung und Einstimmung auf das sakramentale Geschehen des kommenden Tages.

Dabei sollen die einzelnen Beiträge wie die gesamte Gestaltung zu einem gemeinsamen geistigen Tun werden, das unsere Beziehung zu den Verstorbenen fördert, das ein Erinnern, eine spirituelle Atmosphäre schafft, in der sie mit uns wie Geladene sein können. An dieses Erleben anknüpfend, wollen wir dann am folgenden Morgen die Menschenweihehandlung mit ihnen vollbringen.
Samstag, 22. November 2008 um 18.00 Uhr
Für den Vorbereitungskreis: Friedlieb Häckermann

Alles ist nur Übergang,
Merke wohl die ernsten Worte.
Von der Stunde, von dem Orte
Treibt dich eingepflanzter Drang.
Tod ist Leben, Sterben Pforte.
Alles ist nur Übergang.

Brückenspruch in Wien

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Begleitung an der Todesschwelle

Auch in diesem Jahr sollen die Fragen nach dem Tode einige Tage intensiv behandelt werden, ist doch die Herausforderung, das irdische Leben zu beenden, die größte in unserer Biographie. Deshalb sind heute auch die Fragen nach aktiver Sterbehilfe einerseits, der bewussten Sterbenshilfe, auch medikamentös begleitet andererseits, so aktuell. Entscheidend aber ist die Frage, was das Todesereignis für den menschlichen Wesenskern, seine unsterbliche Individualität bedeutet. Da gilt es, neue Gedanken und Gefühle (Mut) zu entdecken; dafür möchte der Zyklus Hilfe leisten.

Wie immer sind auch diese Darstellungen gerade für ernsthaft suchende Zeitgenossen gemeint. Ein Beitrag ergänzt den anderen. Es können jedoch jeweils nur besondere Blickpunkte dargestellt werden. - Gern können schriftliche Fragen vor oder wÃ?hrend des Zyklus dem Referenten zugeleitet werden. Nach Möglichkeit sollen sie auch behandelt werden, gegebenenfalls auch persönlich.
Machen Sie gern in Ihrem Freundeskreis auf diese Veranstaltung aufmerksam.

Schon jetzt sei Herrn Döll ein erster Dank gesagt für die jeweiligen Ein- und Ausleitungen mit Werken fü4r Cello-Solo von J. S. Bach.

Termine: Montag und Dienstag, 17., 18. November
Donnerstag und Freitag, 20., 21. November und Sonntag, 23. November
jeweils 20.00 Uhr
Dr. Erhard Kröner

Geduld, du ungeheures Wort!
Wer dich erlebt, wer dich begreift,
erlebt hinfort, begreift hinfort,
wie Gottheit schafft, wie Gottheit reift!
Christian Morgenstern


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»wo du hingehst, will ich auch hingehen...«
Advent
Bethlehem - Ort der Schmerzen und der Innigkeit

Mit der Adventszeit verbinden sich Frauengestalten, die die Ankunft des Gottessohnes durch ihr Schicksal vorbereitet haben. Drei von ihnen sind mit Bethlehem besonders verbunden: Rahel, die Jakob zuerst als seine Frau erwählt hatte, und die doch lange warten musste, bis sie die ersehnten Kinder empfangen konnte und unter Schmerzen ihren Lebensweg in Bethlehem beschloss.

Ruth, die die legendären Worte der Treue sprach: »wo du hingehst, will ich auch hingehen...« und die in Bethlehem als Fremde eintraf und im Stammbaum Jesu einen wichtigen neuen Einschlag brachte.

Maria, die nirgends so sehr wie in Bethlehem, dem »Haus des Brotes« zuhause ist und dennoch dort keinen Raum in der Herberge fand. In diesem Jahr möchten wir die Adventszeit mit drei Abendfeiern in der Kirche begehen, die -von Thomas Reuter musikalisch umhüllt - in den Predigten diese drei Schicksale ansprechen.

An den Donnerstagen 4., 11., 18., Dezember jeweils um 20.00 Uhr
Frank Hörtreiter

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Kinder und Jugend
Rätsel

Ein Kreis der fasst Tiere
Menschen, Fakire,
die springen und tanzen
und geben den ganzen
Einsatz für Gäste.
Warum gibt beim Feste
ein schüchternes,
oft auch sehr nüchternes
Wesen die Mitte?
Sag es mir bitte!


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Zirkus-Ferienlager

Liebe (r) ....
Wenn Du nachhause fährst und wieder ein Schuljahr beginnt, dann wird das Zirkus-Ferienlager vielleicht in der Erinnerung verdämmern, aber im Herbst werden die Helfer sich noch einmal begegnen zum »Nachtreffen«. Und dann seid Ihr alle noch einmal eingeladen zu einer Sing-, Tanz- Spielbegegnung am Samstag, dem 18. Oktober von 15.00 bis 16.30 Uhr im Gemeindehaus der Michaelkirche Christengemeinschaftsstunde in Hannover, Ellernstraße 44, 30175 Hannover. Du kannst dann gerne die Lösung von dem Rätsel mitbringen, obwohl sie verschwiegen schon da sein wird.

Auch sonst freuen wir Helfer und Lagerleiter uns, wenn wir von den Kindern Post bekommen; wir werden gewiss auch zurück schreiben; selbst Fridolin! Natüürlich lesen wir dann auch gern die Lösung im Brief.
Nun liebe Grüße von Deinen (Namen aller Helfer sowie Regina und Frank Hörtreiter)

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Wie man Hochrad lernt

Als erstes muss man normales Einrad super gut fahren können. Erst dann kann man mit dem Hochrad lernen. Man nimmt dann das Hochrad und stellt es so, dass man mit dem Kopf an die Wand guckt, wenn man sich daraufsetzt. Dann lässt man sich von einem Helfer vor den Reifen einen Fuß stellen. Es muss ein Pedal oben und eines unten sein. Dann tut man - wenn das linke Pedal unten ist - den rechten Fuß auf den Reifen. Den linken auf das linke Pedal und den rechten auf das rechte Pedal stellen: dann auf den Sattel hinsetzen. Dann ein bisschen an der Wand entlang fahren.

Irgendwann kann man sich zwei Personen holen, mit denen man gut klar kommt. Dann fährt man mit denen, bis man nur noch einen braucht. Dann, wenn man das kann: ...fährt man einfach los!

Man fährt vielleicht wie beim normalen Einrad erst einmal kurze Strecken, aber dann kann man es. Wenn es noch ein Hochrad gibt und einen, der darauf fahren kann, kann man im Kreis miteinander fahren und noch andere Sachen zu zweit oder mehreren machen.
Frida Gräßel


Kinderkram

Kleine Kinder spielen
Räuber und Gendarm.
Die Großen auch.

Große Kinder spielen
mit Computer und Handy
Die Großen auch.


Die Großen spielen
Backe, backe, Kuchen,
Vater, Mutter, Kind,
Onkel Doktor,
Feuerwehr,
Kaufladen,
Büro.
Die Kinder auch.

Aber sie lachen dabei.
Frank Rothämel

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Zirkus im Kinderferienlager

Wieso verzaubert ein Kinderzirkus so sehr? Hat es damit zu tun, dass Kinder gerne auf die Erde kommen, dass sie sich auf die Leibeserlebnisse so sehr freuen? Gerade in diesem Sommer waren viele Kinder dabei, die aus schweren häuslichen Verhältnissen kommen, ja sogar einige, die vor ihren leiblichen Eltern bewahrt werden müssen. Aber im Ferienlager geschah mit ihnen eine Umwandlung: sie zeigten sich sozusagen in neuen Kostümen und genossen die Freiheit von ihren heimatlichen Rollenzwängen. Spielerisches Bewegen in Fülle: in allen Pausen; neben den Ball- und Fangspielern flitzen die Einradfahrer über das Gelände, wagten sich Kinder zum ersten Mal auf Hochräder, wirbelten Keulen, Ringe und Bälle durch die Luft.

Warum veranstaltet die Christengemeinschaft in ihren Ferienlagern so etwas? Hat das mit Frömmigkeit zu tun? Für die Kinder wäre das wahrscheinlich eine unsinnige Frage. Ein Junge, der im Alltag besonders schwer zu begleiten und zu erziehen ist, antwortete mir ganz selbstverständlich auf mein bewunderndes Lob für seine Akrobatik: »Klar, der da droben hat mich so gemacht.«

Wenn solch ein kleiner Mensch im provisorischen, Überfüllten Dachstockkirchlein arglos sein »ich will ihn suchen« spricht, dann hat er gewiss keine Zweifel an der Existenz Gottes im Himmel. Aber auf Erden, da muss man ihn suchen! Die Freude der Kinder, sich auf die Leiblichkeit einzulassen, kann man mit vordergründigen Events »nutzen«.

Man kann sie aber auch aufgreifen, um damit die ebenso lebendige Freude an der Gemeinschaft zu verbinden. Jedes Kinderspiel, jeder Zirkus sind gar nichts anderes. Und das religiöe Leben, das in unseren Ferienlagern auch die vielen umhüllt, die sonst die Christengemeinschaft kaum kennen, bildet den Grund dazu. Wir hatten in diesem Jahr Glück, dass eine Klassenlehrerin, die zugleich in ihrer Waldorfschule eine Zirkusgruppe aufgebaut hat, schon zum dritten Mal zu diesem Team gehörte. So haben wir die Gelegenheit zu einem Zirkus-Ferienlager ergriffen und diesen Entschluss nicht bereut.
Regina und Frank Hörtreiter

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Senioren
Eine Information für pflegende Angehörige:

Wussten Sie schon...dass die Pflegekassen för pflegende Angehörige unter bestimmten Voraussetzungen Beiträge in die gesetzliche Unfall- und Rentenversicherung entrichtet?
Diese Kriterien müssen dafür z. B. erfüllt sein:
-Die pflegende Tätigkeit muss ehrenamtlich ausgeführt werden (dies wird bei Familienangehörigen stets unterstellt).
-Im Falle einer ausgeübten Erwerbstätigkeit (nicht selbständige oder auch selbständige Täigkeit) darf die Arbeitszeit nicht mehr als 30 Std./Wo. betragen.
-Der/die Pflegende darf noch keine Vollrente beziehen.
-Die Pflegetätigkeit muss mind. 14 Std. in der Woche umfassen.
-Die zu pflegende Person wird in ihrer häuslichen Umgebung gepflegt.
Die Höhe der Beiträge zur Rentenversicherung richtet sich nach der Pflegestufe des Pflegebedürftigen, dem Gesamtbedarf an Pflegestunden sowie der von der pflegenden Person geleisteten Stundenzahl.

Beispiel:
Eine Tochter wendet für die Pflege ihrer Mutter, Pflegestufe 1, in der Woche 16 Stunden auf. Die Tochter übt eine berufliche Tätigkeit mit 20 Std./Wo. aus.
Die Pflegekasse zahlt der Tochter einen mtl. Beitrag in die Rentenversicherung in Höhe von EUR 130,01 ein (das entspricht einem beitragspflichtigen Entgelt von EUR 653,33). Ferner ist die Tochter im Rahmen der pflegenden Tätigkeit in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert ohne eigene Beiträge leisten zu müssen.

Liebe Gemeindemitglieder und Freunde, wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie möglicherweise die Voraussetzungen für eine Beitragspflicht der Pflegekasse erfüllen, nehmen Sie doch Kontakt mit der zuständigen Pflegekasse auf, um sich beraten zu lassen. Es ist ganz unkompliziert!
Mit freundlichen Grüßen
Heidi Jung

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Die Weihehandlung besser hören

Als stark Höreingeschränkte habe ich jahrelang nur sehr wenig hören können und es zwei Mal innerhalb von mehreren Jahren mit einem klassischen Kassenhörgerät, das hinter dem Ohr platziert wird, zu verbessern versucht. Mir wurde dabei immer gesagt, dass es für die Kirche, wofür ich es speziell haben wollte, nicht ausreichen wird. Deshalb habe ich diese Geräte auch nicht genommen.

In diesem Jahr, im März 2008, als ich den Akustiker gewechselt hatte, bekam ich durch eine Mitarbeiterin von Korallus-Hörakustik einen »Hörverstärker« der Firma Sennheiser zum Ausprobieren. Mit diesem »Hörverstärker«, der wie ein Kopfhörer benutzt wird und den ich auch mit eingeschränkter Feinmotorik meiner Hände alleine einstellen kann, verstehe ich die Worte der Weihehandlung wesentlich besser und bin vielmehr mit drin. Dies Gerät besitzt einen Akku, der nach dem Tragen in einem Ladegerät immer wieder aufgeladen werden kann. Bei häufiger Nutzung ist ein 2. Akku zum Wechseln zu empfehlen.

Der Apparat hat die Bezeichnung »Audioport A 200 Stereo-Hörverstärker« der Firma Sennheiser. Das Gerät ist einfach zu handhaben, auch bei der Einstellung der Lautstärke. Es hat mit einem Akku eine Betriebszeit von ca. 12 Stunden. Die Akkuladezeit wird mit
ca. 16 Stunden angegeben.
Michaela Wollborn

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Feuilleton
Krokus und Herbstzeitlose

Wie halten wir im Spätwinter Ausschau nach den ersten Frühlingsboten, den Krokussen, für uns das Symbol des Winterendes. Oft müssen sie vor ihrer Blüte noch eine störrische Schneedecke durchbrechen. Dicht unter der Oberfläche haben sie überwintert, mit einer Knolle, nicht mit einer Zwiebel. Obgleich wir beim Anblick der Blüte an eine Lilie denken, gehört der Krokus zu den Schwertliliengewächsen.

In den Alpen überziehen die Krokusse die Wiesen oft wie mit einem Bettlaken. Im Wald unseres Ferienhauses in Kärnten gab es Stellen, wo ich 500 Blüten auf einen Quadratmeter zählte. Krokusse blühen unter dem Kuss der Sonne auf. Eine dunkle Gewitterwolke reicht aus, dass sie ihre Blüten schließen.

In unseren Gärten kultivieren wir Dutzende ähnliche aber botanisch verschiedene Arten aus allen Gebirgen der Erde. Sie sehen sich für das Laienauge alle überraschend ähnlich, und so erleben die meisten Menschen eine überraschung, wenn sie das Kinderlied "Safran macht den Kuchen gel" hören. Ja, wie ist das mit diesem Safran, dessen Staubgefäße den Kuchen so schön färben? Der Safran - Krokus blüht nämlich im Herbst, im August, September.

Ist man erst einmal auf diese Fährte gestoßen und forscht z. B. in einem Blumenzwiebelkatalog nach, der mehr anbietet als Tulpen und Narzissen, so stellt man überrascht fest, dass es winterblühende Krokusse gibt - etwa 35 Arten- und sogar viele Herbstblüher wie den Safran-Krokus mit 18 Arten. Erst einmal auf dieses Phänomen aufmerksam geworden, sucht man nach den Ursachen.

Sie liegen auf der Hand: Es sind die Regenzeiten, die die Blütezeit bestimmen. Herbstregenzeiten haben die Herbstkrokusse herausgebildet. Alle Steppengebiete haben eigene Regenzeiten und schicken »ihre« Krokusse in einen vegetationsabhängigen Sommerschlaf. Weil die Alpen dem Rhythmus nach mit unseren vier Jahreszeiten übereinstimmen, blühen ihre Krokusse eben im Frühjahr. Schon am Mittelmeer kennt man in bestimmten Regionen den Herbstregen, auf den sich die dort wachsenden Alpenveilchen und Krokusarten eingestellt haben.

Die Herbstzeitlose dagegen blüht im Herbst. Unschuldig wie eine Lilie sieht sie ausâ wenn sie im September in den Wiesen erscheint. Und weil sie dem Krokus so ähnlich sieht, nennt sie der Volksmund auch Wiesensafran. Weniger verständlich sind ihre Volksnamen Nackte Jungfrau und Kuhditzen, während der Name Michelwurz deutlich auf ihre Blütezeit hinweist.

Sie ist tatsächlich ein Liliengewächs, passt aber in unsern Vegetationsablauf nicht hinein. Im September treibt sie nur die Blüten nach oben, der Fruchtknoten bleibt 20 cm unter der Erde. Bitte, bedenken Sie: Aus jedem Pollenkorn muss ein sogenannter Pollenschlauch zwecks Befruchtung zu Eizelle wachsen. Das ist hier die Riesenentfernung von 20 cm. Erst im nächsten Frühjahr wächst der Fruchtknoten mit seinen 3 Blättern nach oben. Dann verdickt sich eine Brutzwiebel, die der großen Knolle angeheftet ist.

Welch merkwürdige Pflanze! Was sagt dieser merkwürdige Rhythmus? Natürlich stammt sie aus Steppengebieten mit Frühjahrsregen. Da fragt man natürlich, ob es auch Gebiete mit Herbstregen gibt. Ja, es gibt sie -- und hier wachsen Herbstzeitlosen, die im Frühling blühen. Von den Bauern wird die Herbstzeitlose bekämpft, denn sie ist giftig. Sehr giftig sogar: 5 Gramm Samen sind die tädliche Dosis. In kleinen Dosen gehört sie zu den Heilpflanzen.

In der Wissenschaft hat sie großen Ruhm errungen. Bilden sich Eizellen oder Pollen, werden in einem empfindlichen Vorgang die Erbanlagen, die Chromosomen halbiert. Diese beiden halbierten Sätze werden normalerweise durch eine Zellwand getrennt. Behandelt man die Pflanze aber mit einer Colchicinlösung, unterbleibt die Bildung der Zellwand und man erhält bei der Befruchtung Pflanzen mit einem doppelten Chromosomensatz, die oft größer sind als die Ursprungspflanzen. Viele Früchte, die wir essen, stammen von solchen polyploiden Pflanzen.
Gerhard Winkel

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Thomas Reuter, Tel .0511/ 856 47 27
Christiane Panthel-Weber, Tel. 0511/ 357 64 97
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